IVG Immobilien: "Aktienkurs unter Wert"
Der Immobilienkonzern hat heute Morgen die Zahlen für 2011 vorgelegt. Überwiegend waren die Ergebnisse schlechter als vom Markt erwartet. Die Aktie präsentiert sich aber alles andere als schlecht, was in erster Linie an einem optimistischen Ausblick liegt.
Der IVG-Konzern hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem dicken Minus abgeschlossen (Pressemitteilung vom 28. März 2012). Schuld daran ist in erster Linie das Großprojekt "The Squaire", auf das knapp 117 Millionen Euro abgeschrieben werden mussten. Die IVG-Aktie notiert dennoch im Plus, weil der Vorstand für die kommenden Jahre sehr zuversichtlich ist.
2013 werden Gewinne sprudeln
Vorstandssprecher Dr. Michael Schäfers will mit der IVG im Jahr 2013 ein deutlich positives Ergebnis erreichen. Bis 2014 soll ferner der Schuldenberg um eine Milliarde abgebaut und damit die Eigenkapitalquote von derzeit 20 auf 30 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig wird der Konzern das Kavernen- und Energieinfrastrukturgeschäft weiter ausbauen und 14 neue Gaslagerstätten errichten.
2013 ist auch der Verkauf von The Squaire geplant. Ohne die Belastungen aus diesem Projekt hätte IVG 2011 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Laut Unternehmen gibt es erste Interessensbekundungen von Einzelinvestoren, die derzeit geprüft werden. Der Vermietungsstand liegt aktuell bei deutlich über 80 Prozent und soll bis Mitte 2012 um drei bis vier Prozent vergrößert werden.
Zur Aktie hat sich Schäfers ebenfalls geäußert: "Der momentane Aktienkurs entspricht in keiner Weise dem Wert und dem Zukunftspotenzial der IVG."

Spekulatives Investment
Der IVG-Konzern hat die Markterwartungen auf breiter Front verfehlt. Doch es zählt der Ausblick und der liest sich nicht schlecht. Wer Geduld hat, kann mit der IVG-Aktie auf Sicht von ein bis zwei Jahren eine Rendite von 50 bis 80 Prozent erzielen. Der Stopp sollte bei 1,90 Euro gelegt werden.
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