Dominik Schertel
IVG Immobilien hat heute die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vorgelegt und damit die Markterwartungen übertroffen. Der Bonner Immobilienkonzern baut an der fundamentalen Trendwende. Der Chart der MDAX-Aktie mahnt allerdings zur Vorsicht.
Das Immobilienunternehmen IVG hat auch im zweiten Quartal 2010 schwarze Zahlen geschrieben. Das Bonner Unternehmen erzielte einen Gewinn von 18 Millionen Euro. Damit wächst das Konzernergebnis im ersten Halbjahr auf 28,2 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Minus von 99,3 Millionen Euro zu Buche. Vor Zinsen und Steuern verdiente der Bonner Konzern im zweiten Geschäftsquartal 84,4 Millionen Euro, während Analysten nur mit 74 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Umsatz betrug im Betrachtungszeitraum 412,8 Millionen Euro.
Positives Jahresergebnis anvisiert
"Das erneut positive Ergebnis im zweiten Quartal 2010 ist ermutigend und zeigt, dass IVG auf dem richtigen Weg ist", kommentierte IVG-Vorstandssprecher Dr. Gerhard Niesslein. Gleichzeitig bremst Niesslein allerdings die Euphorie. So könne das Ergebnis im 1. Halbjahr 2010 nicht einfach linear auf das Gesamtjahr fortgeschrieben werden, da die Märkte nach wie vor von Unsicherheit geprägt seien. In den kommenden Monaten strebt das MDAX-Unternehmen an, Kostenposition und Prozesse weiter zu verbessern, damit auch im Gesamtjahr 2010 ein positives Ergebnis erreicht werden kann.
Chart eingetrübt

Die ausgewiesenen Zahlen beweisen, dass IVG daran ist, an der fundamentalen Wende zu arbeiten. Die Charttechnik warnt allerdings zur Vorsicht. Mitte Juli konnte die IVG-Aktie den seit April andauernden steilen Abwärtstrend verlassen und eine kurze Rallye starten, ehe die 200-Tage-Linie (aktuell: 5,73 Euro) die Aufwärtsfahrt stoppte. Am Donnerstag fiel das Papier per Schlusskurs unter die 38-Tage-Linie (aktuell: 5,20 Euro). Zudem dominiert mittelfristig nach wie vor ein übergeordneter Abwärtstrend. Konservative Anleger sollten vorerst weiter an der Seitenlinie bleiben. Risikobewusste Anleger können limitiert auf eine kurzfristige Gegenbewegung setzen.