IVG-Aktie: Neue operative Stärke
Die Umsatz- und Ergebniszahlen des Bonner Immobilienkonzerns sind gemischt ausgefallen. Positiv überraschen kann IVG bei einer für die Branche wichtigen Kennziffer. Noch notiert die Aktie weit unter ihrem Nettoinventarwert.
Der Immobilienkonzern IVG hat im zweiten Quartal beim Umsatz die Analystenerwartungen deutlich übertroffen, beim Gewinn jedoch die Prognosen nicht ganz erreicht. Die Kennziffer Funds from Operations (FFO), die ein Beleg für die operative Ertragsstärke eines Immobilienunternehmens ist, hat der Konzern aber erheblich steigern können.
Höher als erwartet
Der FFO lag in den Monaten April bis Juni bei 14,6 Millionen Euro und damit meilenweit über dem Vorquartalswert von 2,9 Millionen Euro. Analyst Kai Klose von der Berenberg Bank hatte hier nur mit 2,6 Millionen Euro gerechnet. Der Nettoinventarwert pro Aktie sank minimal von 4,83 Euro auf 4,76 Euro und bewegt sich damit im Rahmen der Erwartungen.
Konkretere Aussagen hätte man sich zum Stand der Verhandlungen mit potenziellen Mietern für "The Squaire" gewünscht. Hier heißt es lediglich: "Die Vermietungsquote (...) beträgt zum 30.06.2012 rund 85,6 Prozent und nähert sich damit kontinuierlich weiter dem angestrebten Investment-Grade." Auch im Bereich der Kavernen vermisst man Aussagen zu neuen Vertragsabschlüssen. Immerhin wurden im zweiten Quartal sieben neue Gasspeicherkavernen an die Nutzer zur Erstbefüllung übergeben.

Gemischtes Werk
Der Halbjahresbericht liest sich insbesondere in Bezug auf den FFO sehr gut. Auch beim Umsatz konnte IVG positiv überraschen. Negativ stoßen die fehlenden Aussagen zu The Squaire und zu neuen Kavernenverträgen auf. Insgesamt betrachtet dürften sich die Auswirkungen auf den Kurs kurzfristig gesehen in Grenzen halten. Neueinsteiger sollten einen Rücksetzer abwarten (optimal bis 1,80 Euro) oder bei einem Ausbruch über den massiven Widerstand von 2,00 Euro zuschlagen.
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