Intershop: Prognosen für 2011 erhöht
Die Geschäfte beim Jenaer E-Commerce-Spezialisten Intershop entwickeln sich weiter dynamisch. Für das dritte Quartal 2011 wies der Softwareentwickler abermals ein sequenzielles Wachstum aus und erhöhte zudem die Prognosen für das Gesamtjahr.
Intershop setzte im Berichtszeitraum von Juli bis September 12,5 Millionen Euro um und damit so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das operative Ergebnis beträgt 0,8 Millionen Euro. Der Wert entspricht dem EBIT des gesamten ersten Halbjahres. Für das Gesamtjahr erhöhte Intershop-Vorstand Ludwig Lutter vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung nun die Wachstumsprognose beim Umsatz auf 20 bis 25 Prozent.
Raum für Überraschungen
Intershop hat in den ersten drei Quartalen Umsätze von zusammen 36 Millionen Euro erzielt. Von Q1 bis Q3 konnte das Unternehmen dabei jeweils sequenziell zulegen.
Um das obere Ende des von Lutter genannten Wachstumskorridors zu erreichen, müsste der Softwareentwickler im Abschlussquartal lediglich Erlöse von 11,8 Millionen Euro erzielen. Selbst der Finanzvorstand räumt ein, dass die aktuellen Prognosen Spielraum für positive Überraschungen lassen.

Bei der Profitabilität setzt Intershop den eingeschlagenen Kurs fort. Die EBIT-Marge erhöhte sich im dritten Quartal auf sechs Prozent, unter dem Strich verdiente der Softwareentwickler 0,8 Millionen Euro (0,03 Euro/ Aktie). Für das Gesamtjahr peilt Lutter eine Marge auf dem Niveau des Vorjahres (2010: 6 Prozent) an.
Fazit: Intershop profitiert vom Kostendruck im traditionellen Einzelhandel und dem damit verbundenen Trend zum E-Commerce. Im laufenden Geschäftsjahr dürften die Jenaer 0,11 bis 0,12 Euro pro Aktie verdienen. Gemessen an den weiteren Wachstumsaussichten und der guten Marktstellung erscheint die Bewertung attraktiv. Gewinnt das Geschäft mit den strategischen Partnern an Fahrt, würde das höhere Kurse rechtfertigen.
Aufgrund der aktuellen Marktlage passt DER AKTIONÄR sein Kursziel für den Titel auf 3,50 Euro an.
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