Infineon plant Zukäufe: Ex Dividende Richtung 8,00 Euro
Infineon rechnet nach dem Rekordjahr 2011 in den kommenden Monaten zwar mit einer leichten Abkühlung des Wachstums. Insgesamt sieht sich der Halbleiter-Konzern allerdings gut aufgestellt. Auf der Hauptversammlung stellte der Vorstand Zukäufe in Aussicht. Die Kriegskasse ist mit 2,4 Milliarden Euro prall gefüllt. Die DAX-Aktie wird heute ex Dividende gehandelt, dürfte aber dennoch weiter Kurs auf die 8-Euro-Marke nehmen.
Infineon-Vorstandschef Peter Bauer stimmte die Aktionäre auf der gestrigen Hauptversammlung auf ein schwieriges Jahr, mit weniger Umsatz und Gewinn ein. "Wir sind stabiler, jedoch nicht immun gegen konjunkturelle Schwankungen", so Bauer. Im laufenden Geschäftsjahr, das im September endet, rechnet er mit einem Umsatzrückgang von 4,0 auf 3,8 Milliarden Euro und einem Gewinnrückgang im fortgeführten Geschäft von 786 auf gut 500 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzminus in der Größenordnung von fünf Prozent und einer Marge zwischen 13 und 14 Prozent.
Großer Puffer
Der DAX-Konzern sieht für das laufende Geschäftsjahr trotz aller Unwägbarkeiten für sich einen großen Puffer. "Die Gewinnschwelle liegt aktuell bei einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro", sagte Finanzchef Dominik Asam. "Dafür müssten wir einen Umsatzeinbruch von einem Viertel erfahren", ergänzt der Finanzchef. Der Vorstand sieht das Autogeschäft nach wie vor stark, auch im Gesamtjahr. Die Nachfrage in der Industriesparte stuft er dagegen als eher kritisch ein. Branchenkenner rechnen erst ab Oktober, also nach dem Ende des Infineon-Geschäftsjahres, mit einem Aufwärtstrend im weltweiten Halbleitermarkt.
Zukäufe und Dividende
Die Aktionäre werden am Erfolg beteiligt. Die Aktie wird heute ex Dividende gehandelt. Der Halbleiterkonzern hat 0,12 Euro je Aktie an seine Anteilseigner ausgeschüttet. Ungeachtet dessen hat Infineon nach dem Rekordjahr 2011 prall gefüllte Kassen. Der Halbleiterhersteller könnte daher demnächst mit den 2,4 Milliarden Euro auf Einkaufstour gehen. Insbesondere Unternehmen, die Chips für mehr Energieeffizienz herstellen, stehen dem Vernehmen nach auf dem Einkaufszettel.

Weiter aufwärts
Nach dem die Aktie im Rahmen der jüngsten Korrektur die Unterstützungszone im Bereich von 7,10 Euro nicht unterschritten hat, ist nun mit einer Gegenbewegung bis in den Bereich um 7,77 Euro beziehungsweise 8,20 Euro zu rechnen. Investierte Anleger halten daher nach wie vor an dem Titel fest. Das Kursziel lautet vorerst 8,00 Euro. Ein Stopp bei 5,60 Euro sichert ab. Risikofreudige Anleger können weiter mit dem Infineon Turbo-Bull (WKN CT3 SBP / Empf. Kurs: 1,08 Euro / akt. Kurs: 1,44 Euro ) von der Citigroup mit Hebel auf dieses Szenario spekulieren.
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