Leon Müller

Langsam hat sie sich an das bisherige Jahreshoch bei 4,39 Euro herangetastet. Dann - kaum war der Widerstand geknackt - schaltete die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon in den Rallyemodus. Damit markiert der Titel am letzten Handelstag der Woche und nach mehreren erfolglosen Versuchen ein neues Hoch. Die Bullen sind in Feierlaune.
Das Kaufsignal, auf das so viele gewartet haben, ist da. Die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon hat am Freitagnachmittag die Widerstandsmarke bei 4,39 Euro signifikant überschritten und bei 4,50 Euro ein neues Jahreshoch markiert. Was sich bereits in den frühen Handelsstunden andeutete, ist nun Realität. Gegen 16 Uhr notiert der Titel in der Spitze der DAX-Gewinnerliste mit einem Plus in Höhe von zwei Prozent bei 4,46 Euro. Teilweise nehmen Anleger Gewinne mit. Immerhin hat sich die Aktie ausgehend vom Zwischentief am 25. Februar bei 3,907 Euro in der Spitze um 15 Prozent verteuert.
Schlusskurs entscheidet über weiteren Kursverlauf
Ob es mit der Notierung kommende Woche unmittelbar weiter rauf geht, hängt nun maßgeblich vom Schlusskurs an diesem Freitag ab. Geht die Infineon-Aktie oberhalb des ehemaligen Jahreshochs bei 4,39 Euro aus dem Handel, ist bereits am Montag mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Nennenswerte Widerstandsmarken oberhalb dieser Zone sucht man derzeit vergebens. Der Titel befindet sich in einem intakten Aufwärtstrendkanal, dessen obere Begrenzungslinie im Bereich um sechs Euro verläuft.

Wochenlanges Ringen könnte ein Ende haben
Wird das heute generierte Kaufsignal bestätigt, könnte das seit Wochen andauernde Ringen mit dem einstigen Jahreshoch ein Ende haben, die Notierung wieder an Dynamik gewinnen und die Infineon-Aktie in neue Höhen vorstoßen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet den heutigen XETRA-Schlusskurs ab, ehe er sich positioniert.
Wie es um die langfristigen Aussichten des Halbleiterkonzerns bestellt ist, hat DER AKTIONÄR im Rahmen des Spezialreports "Infineon nach 1.000 Prozent: Neue Rallye oder Absturz?" analysiert, den Sie hier abrufen können.