Infineon: Horrorcrash in Tokio - Elpida stürzt um 97 Prozent ab
Die Aktie des japanischen Speicherchipherstellers Elpida Memory hat ihren Sturzflug heute noch einmal beschleunigt. Nachdem die Aktie am Dienstag bereits 24 Prozent verloren hatte, stürzte der Titel heute um 97 Prozent ab. Die Infineon-Aktie reagiert indes vollkommen unbeeindruckt.
Die Infineon-Aktie hat zuletzt wieder mit recht deutlichen Gewinnen auf sich aufmerksam gemacht. Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage damit deutlich aufgehellt. Die Kurskapriolen beim japanischen Chiphersteller Elpida Memory werden allenfalls am Rande wahrgenommen.
Dagegen entwickelt sich die Aktie von Elpida Memory zu einem echten Alptraum für die Anleger. Nachdem der Konzern am Montag Gläubigerschutz beantragt hat, fiel der Titel am Dienstag bereits um 24 Prozent zurück. Nachdem die Tokyo Stock Exchange heute die Handelsbeschränkungen, die größere Verluste verhindern sollen, aufgehoben hat, brach die Aktie brutal ein: Am Ende verlor der Wert heute 97 Prozent von 254 auf 7 Japanische Yen.
Im Aufwärtstrend
Infineon hat sich längst von seinem Speicherchipgeschäft getrennt. 2006 wurde der Geschäftsbereich in die Tochtergesellschaft Qimonda ausgelagert. Allerdings ist dieses Kapitel auch für Infineon noch nicht beendet. So wurde kürzlich bekannt, dass Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé von Infineon wegen der Pleite mindestens 1,71 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen erstreiten will. Davon unbeeindruckt hat die Infineon-Aktie erst kürzlich die Marke von 7,36 Euro erfolgreich getestet und damit den Aufwärtstrend bestätigt. Investierte Anleger halten nach wie vor an dem Titel fest. Das Kursziel lautet vorerst 8,00 Euro. Ein Stopp bei 5,60 Euro sichert ab.

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