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Infineon hat ein Milliardenproblem

Leon Müller

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Infineon sieht sich mit einem ungewohnten Problem konfrontiert. Der Münchener Halbleiterkonzern sitzt auf einem Berg voll Geld. In der Kasse schlummern 1,5 Milliarden Euro - das weckt Begehrlichkeiten. Denkbar wäre die Zahlung einer Sonderdividende. Wahrscheinlicher aber sind Zukäufe. Und auf eben diese Option hat Finanzvorstand Marco Schröter jetzt aufmerksam gemacht.

Wohin nur mit dem schnöden Mammon? Diese Frage umtreibt aktuell die Anteilseigner des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon ebenso wie den Vorstand des DAX-Unternehmens. Seit Infineon im vergangenen Jahr eine 337 Millionen Aktien umfassende Kapitalerhöhung durchgeführt hat und dabei 725 Millionen Euro einnahm, droht die Kasse des einstigen Sorgenkindes der Chipbranche nun zu platzen. Schließlich schlummern aktuell rund 1,5 Milliarden Euro in der Firmenkasse und warten darauf ihrem Bestimmungszweck zugeführt zu werden. Doch welcher soll das sein? Fließt das Geld etwa in Form einer Sonderdividende an die Anleger zurück? Geht der Konzern auf Einkaufstour?

Finanzvorstand sieht sich für Zukäufe gut gerüstet

Nachdem das Geld erst vergangenes Jahr eingenommen wurde, erscheint die Zahlung einer Sonderdividende unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher sind da schon Zukäufe, zumal Finanzvorstand Marco Schröter in einem Interview mit der Financial Times Deutschland jetzt erklärte, man sehe sich für Akquisitionen gut gerüstet. Man könne kurzfristig über 2,5 Milliarden Euro für Übernahmen mobilisieren. Selbst größere Akquisitionen könnten sinnvoll sein: "Ich persönlich glaube, dass eine gewisse Größe einen Wert an sich hat. Wir werden uns aber nicht zu unüberlegten, spontanen Aktionen hinreißen lassen."

Druck könnte größer werden

Der Druck auf die Konzernspitze, die liquiden Mittel sinnvoll einzusetzen, könnte in Zukunft sogar noch größer werden. Angeblich bereitet Infineon aktuell den Verkauf der Sparte Wireless Solutions vor. Käme dieser tatsächlich zustande, würde dies die Unternehmenskasse weiter füllen. Unterdessen befindet sich die Aktie in einem intakten steilen Aufwärtstrend. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel unverändert bei 8,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 3,90 Euro platziert werden. 

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