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Infineon soll 1.500.000.000 Euro von Intel fordern

Leon Müller

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Beim viel diskutierten Verkauf der Handychip-Sparte des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon soll Intel die Nase vorn haben. Einem Pressebericht zufolge sollen Infineon und Intel unmittelbar vor einer Einigung stehen, womit Kontrahent Samsung aus dem Rennen wäre. Im Raum steht ein Kaufpreis in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Noch wird verhandelt.

Zahlt Intel tatsächlich 1,5 Milliarden Euro an den Münchener Halbleiterkonzern Infineon, verleibt sich dafür dessen Handychip-Sparte ein? Die Verwirklichung dieses Szenarios deutet sich jedenfalls nach einem Bericht des Wall Street Journal an. Kontrahent Samsung wäre damit aus dem Rennen. Noch Ende vergangener Woche hatte die Citigroup in einem Research-Bericht Samsung als Favoriten für den Kauf von Infineons Handychipsparte benannt. Darin bezifferte Citigroup-Analyst Glen Yeung den Wert der Sparte auf 900 bis 1.500 Millionen Dollar. Infineons Preisvorstellungen sollen allerdings deutlich höher liegen, und das nicht ohne Grund...

Intel muss kommen

Intel wird sich auf Infineon zu bewegen müssen, auch oder vor allem beim Preis. Denn: Infineon steht keinesfalls unter Zugzwang, kann die Verhandlungen ganz in Ruhe führen. Die Kasse des Unternehmens ist gut gefüllt. Hinzu kommt, dass die Sparte - einst Sorgenkind - wieder schwarze Zahlen schreibt und dank Kunden wie Apple hohe Wachstumsraten ausweist. Analysten zufolge wird die Sparte im laufenden Jahr einen Umsatz von 1,26 Milliarden Euro erwirtschaften - 29 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Intel auf der anderen Seite steht auf der Handyseite mit leeren Händen da, hat sich schon vor Jahren von seinen Aktivitäten in diesem Bereich getrennt."Eher raten, die Füße still zu halten!"

Positiver Einfluss auf Aktienkurs

DER AKTIONÄR rechnet mit einer positiven Reaktion des Marktes auf die ins Spiel gebrachte Kaufsumme in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Zuvor wurde immer wieder eine Summe von mindestens einer Milliarde Euro ins Spiel gebracht. Sollte es tatsächlich zur Transaktion kommen, würde die Netto-Cash-Position auf rund drei Milliarden Euro oder 2,75 Euro je Aktie anschwellen. Damit wäre über die Hälfte der Marktkapitalisierung mit Cash abgedeckt. Anleger dürften dann auf die Ausschüttung einer Sonderdividende hoffen. 

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