Leon Müller

Am Freitag bekam die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon mächtig eins auf den Deckel, rutschte fast vier Prozent ab. Schuld war wohl der miserable Gesamtmarkt. Nicht einmal ein positiver Kommentar von Goldman Sachs konnte die Aktie vor dem Einbruch retten. Behalten die Bären auch in der neuen Woche die Oberhand?
So schnell die Infineon-Aktie zu Beginn der vergangenen Woche in die Höhe schoss, so schnell brach sie zu Wochenschluss auch wieder ein, verlor allein am Freitag annähernd vier Prozent an Wert und ging schließlich mit 3,959 Euro deutlich unterhalb der Vierer-Marke aus dem Handel. Vom Jahreshoch bei 4,39 Euro ganz zu schweigen. Ganze zehn Prozent trennen den DAX-Titel inzwischen von dieser Bestmarke. Wie sind die weiteren Aussichten?
Goldman Sachs bestätigt Infineon mit "Buy"
Die Analysten von Goldman Sachs jedenfalls sind von Infineon überzeugt. Erst am Freitag hat Analyst Simon Schafer die Einstufung für Infineon auf "Conviction Buy" und das Kursziel auf 6,00 Euro belassen. Die Gewinnprognose je Aktie für das laufende Geschäftsjahr schraubte er zudem um 14 Prozent nach oben.

Entscheidung an der 38-Tage-Linie
Fundamental stimmt es bei Infineon. Mit Blick auf den Chart befindet sich der Titel hingegen einmal mehr in einer kritischen Situation. An der 38-Tage-Linie könnte das Papier nun wieder nach oben drehen. Sie erwies sich bereits Ende Januar als entscheidende Hilfe. Hinzu kommt nun, dass die Notierung Unterstützung durch den kurzfristigen Aufwärtstrend erhalten dürfte. Dieser verläuft augenblicklich im Bereich von 3,92 Euro.
Investiert bleiben
Langfristig orientierte Anleger lassen sich von den jüngsten Turbulenzen nicht aus der Ruhe bringen. DER AKTIONÄR bestätigt sein langfristiges Kursziel bei 6,50 Euro.