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Chart-Check Infineon: Lass es krachen

Leon Müller

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Widerstand, welcher Widerstand? Infineon jedenfalls kennt keinen, baut stattdessen die zuletzt erreichten Gewinne aus und setzt sich an die Spitze der Gewinnerliste im DAX. Das 52-Wochen-Hoch egalisiert, zieht sie die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich. Und die suchen - keine einfache Aufgabe - nach neuen Widerständen. DER AKTIONÄR nimmt den Chart unter die Lupe.

4,333 Euro galt es zu überbieten. Und als hätte der Widerstand im Bereich des bisherigen 52-Wochen-Hochs nicht existiert, hat ihn die Infineon-Aktie im frühen Handel geknackt, ist daraufhin auf 4,388 Euro geklettert und hat damit die bereits am Montag erreichten Gewinne weiter ausgebaut. Neuer Tag, gleiches Bild: Infineon ist Spitze, steht an erster Stelle der Gewinnerliste im DAX. Die Gründe für die jüngste Aufwärtsbewegung, die nunmehr den vierten Tag andauert, hat DER AKTIONÄR bereits hinlänglich beschrieben. Wie aber ist es um den Chart bestellt, wo könnte der Titel eine Verschnaufpause einlegen?

Rastlos ohne erkennbares Limit?

Fakt ist, dass der scheinbar wichtigste Widerstand aus dem Weg geräumt ist - das bisherige 52-Wochen-Hoch bei 4,333 Euro. Allerdings kommt es jetzt darauf an, dass das daraus resultierende Kaufsignal auch auf Schlusskursbasis bestätigt wird. Und: Knapp oberhalb dieser Marke wartet eine weitere Widerstandsmarke. Verbindet man die beiden relevantesten Hochpunkte des vergangenen Jahres - einerseits das Hoch vom 11. September 2009 bei 4,09 Euro und andererseits das Hoch vom 5. Januar 2010 bei 4,333 Euro - ergibt sich ein nahezu horizontaler Widerstand, der aktuell bei 4,40 Euro verläuft. Kurz darunter hat die Aktie heute nach unten gedreht. 

Doch das ist noch nicht alles. Knapp darüber - im Bereich 4,44/4,45 Euro - verläuft eine Widerstandsmarke, die bis in das Jahr 2008 zurückreicht. Damals bildete der Titel in diesem Bereich zwei Tiefpunkte.

Eine Frage der Dynamik

Ob es bereits im ersten Anlauf gelingt diese Marken ebenfalls aus dem Weg zu räumen, wird nicht zuletzt eine Frage der Dynamik sein. Wichtig: Der heutige Schlusskurs sollte oberhalb des alten Hochs (4,333 Euro) liegen. Das wäre die Ausgangsbasis für einen Anstieg über 4,45 Euro noch in dieser Woche. 

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