Leon Müller

Die Woche ist noch nicht ganz rum, da steht bei Infineon schon ein Wochenplus in Höhe von knapp sechs Prozent zu Buche. Dass der Titel diese Gewinne heute noch abgibt, ist mehr als unwahrscheinlich. Im Gegenteil. Gut möglich, dass Infineon noch ein bisschen was drauflegt, die Gewinne ausbaut. Denn charttechnisch hat sich das Bild nun wieder deutlich aufgehellt.
"Es geht doch" werden sich Infineon-Aktionäre denken. Mussten sie sich in der zurückliegenden Woche noch mit Verlusten herumschlagen, können sie sich nun über ein Wochenplus in Höhe von knapp sechs Prozent freuen. Das allein jedoch wäre bei der hohen Volatilität, die Infineon seit Monaten aufweist, noch kein Grund zur Freude. Was den Anteilseignern wirklich gefällt, ist der Umstand, dass die Aktie den kurzfristigen Abwärtstrend im Bereich um 4,20 Euro hinter sich gelassen hat. Die Aussichten, dass der Titel sein Plus am letzten Handelstag der Woche weiter ausbauen kann, stehen gut...
Abwärtstrend geknackt, Bruch bestätigt
Scheiterte der Versuch am Dienstag noch, durchbrach Infineon den Abwärtstrend dann am Mittwoch ohne Probleme. Dank des Rücksetzers am Donnerstag - das Tagestief lag bei 4,169 Euro - hatten Unentschlossene noch einmal die Möglichkeit einzusteigen, ehe die Notierung wieder bis auf 4,236 Euro zum Handelsende anzog. Eigentlich steht einem weiteren Anstieg nun nichts mehr im Wege. Eigentlich, denn bei 4,238 und damit unmittelbar im Bereich des gestrigen Schlusskurses wartet eine horizontale Widerstandsmarke. Sie ergibt sich aus dem Tageshöchstkurs vom 23. Februar.

Erstes Ziel: 52-Wochen-Hoch
Mit dem Bruch des Abwärtstrends hat die Infineon-Aktie ein Kaufsignal geliefert. Einem weiteren Anstieg steht zunächst noch der horizontale Widerstand bei 4,238 Euro im Weg. Erst wenn dieser ebenfalls überwunden wird, dürfte die Aktie Richtung 52-Wochen-Hoch bei 4,39 Euro steigen. Anleger geben kein Stück aus der Hand.
Wie es um die langfristigen Aussichten des Halbleiterkonzerns bestellt ist, hat DER AKTIONÄR im Rahmen des Spezialreports "Infineon nach 1.000 Prozent: Neue Rallye oder Absturz?" analysiert, den Sie hier abrufen können.