Immo-Hotstock vor Turnaround
Unter Buchwert - nach dem Übergangsjahr will der Immobilien-Hotstock schwarze Zahlen schreiben.
Unter Buchwert - nach dem Übergangsjahr will der Immobilien-Hotstock schwarze Zahlen schreiben.
Die auf denkmalgeschützte Immobilien fokussierte Estavis AG (WKN A0KFKB) hat im Rahmen der endgültigen Zahlen einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Analysten gestehen dem Wert ein potenzial von 60 Prozent zu.
Die Immobilienfirma hat kürzlich die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/09 veröffentlicht. Der Umsatz ging durch den starken Rückgang des mittlerweile verkauften Portfoliohandels auf 70,7 Millionen Euro (Vorjahr: 120,2 Millionen Euro) zurück. Im Kernsegment Einzelwohnungsverkauf (fortgeführten Aktivitäten) stieg der Umsatz dagegen um rund 40 Prozent auf 62,1 Millionen Euro nach 44,6 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt konnte Estavis im zurückliegenden Geschäftsjahr 660 Wohneinheiten verkaufen. Die Ergebniskennzahlen sind natürlich von der Restrukturierung und den damit zusammenhängenden nicht cashwirksamen Abschreibungen geprägt. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag bei -27,9 Millionen Euro.
Positiver Ausblick für 2009/10
Wichtig für den weiteren Kursverlauf ist der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Und diesbezüglich zeigt sich das Management optimistisch und erwartet einen Konzernumsatz in einer Bandbreite von 75,0 bis 85,0 Millionen Euro, was einem Umsatzplus von 13 Prozent im Mittel der Spanne entspricht. Deutliche Verbesserungen sind durch den Verkauf der Hamburgischen Immobilien Invest zu erwarten. Die Kosten dürften um rund sechs Millionen Euro geringer ausfallen. Entsprechend erwartet das Management die Rückkehr in die Gewinnzone. SES Research prognostiziert ein EBIT von 1,3 Millionen Euro und im Folgejahr ein EBIT von 5,2 Millionen Euro, was immerhin einer Vervierfachung entspricht.
70-Prozent-Chance
Der Buchwert von Estavis liegt laut der SES Research bei 58 Millionen Euro, der aktuelle Börsenwert liegt mit knapp 17 Millionen Euro bei einem knappen Drittel. Das Kursziel der Analysten liegt daher deutlich höher bei 3,30 Euro, was gegenüber dem aktuellen Kurs einem Potenzial von 70 Prozent entspricht. Der Newsflow sollte sich in den nächsten Monaten deutlich verbessern, spekulative Anleger greifen auf aktuellem Niveau (1,94 Euro) zu und sichern die Position, mit einem Stopp bei 1,75 Euro ab.
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