Hugo Boss zu teuer?
In die positiven Kommentare zum Edelschneider Hugo Boss mischten sich zuletzt immer mehr zurückhaltende Stimmen. Zuletzt senkten die Experten von Barclays ihren Daumen für die Aktie. Wie sollen sich Anleger verhalten?
Der Modekonzern blickt stolz auf das beste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte zurück. Mit der erfreulichen Geschäftsentwicklung ging auch ein steiler Anstieg beim Aktienkurs einher. Für Investoren stellt sich die Frage, kaufen oder Gewinne mitnehmen.
Knackpunkt Großhandel
Wenig Begeisterung für die Boss-Aktie zeigen die Experten von Barclays. Die Briten haben ihre Einstufung für Hugo Boss auf "Underweight" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. In der Begründung verwies man auf den risikobehafteten Großhandel. Dieser mache derzeit noch einen Großteil des Geschäfts des Modeunternehmens aus, was zumindest auf kurze Sicht Probleme bereiten könnte, so Analyst Julian Easthope. Die Ausrichtung auf das Einzelhandelsgeschäft sorge langfristig gesehen hingegen für exzellente Aussichten. Angesichts der Bewertung der Aktie bleibt sein Anlageurteil derzeit jedoch unverändert.

Mit Weitsicht agieren
Kurzfristig scheint das Potenzial bei Hugo Boss weitgehendst ausgereizt. Der positive Ausblick des Managements sowie die Fortschritte bei der Umstrukturierung dürften dem Konzern auf Sicht gute Gewinne bescheren. DER AKTIONÄR empfiehlt Hugo-Boss-Aktionären, die Gewinne laufen zu lassen und den Stoppkurs auf 72 Euro nachzuziehen. Das Kursziel lautet nach wie vor 100 Euro.
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