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Hugo Boss: Maßarbeit für alle

Steffen Eidam

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Der schwäbische Modekonzern Hugo Boss möchte spätestens ab dem kommenden Jahr maßgeschneiderte Anzüge in seinen Geschäften anbieten. Zunächst soll das Modell in Asien und den USA an den Start gehen, danach rückt auch Deutschland ins Visier.

Der im schwäbischen Metzingen ansässige Modehersteller Hugo Boss macht nach den jüngst vorgestellten Wachstumszielen nun mit einer neuen Geschäftsidee von sich reden. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche gab Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs Pläne bekannt, wonach man maßgeschneiderte Anzüge anbieten möchte. Der Startschuss soll im kommenden Jahr zunächst für Asien fallen, anschließend werde man dieses Modell auf die USA ausweiten. Auch in Deutschland sieht Boss-Lenker Lahrs genügend Bedarf für maßgeschneiderte Anzüge ab 2500 Euro aufwärts.

Arbeit nach Maß

Boss-Chef Claus-Dietrich Lahrs äußerte sich im Interview zu der neuen Geschäftsidee: "Wir wollen Kunden, die das wünschen, Made to Measure anbieten, Anzüge, die den individuellen Maßen des Kunden angepasst werden." Beginnen wird Boss damit in ausgewählten Geschäften in Asien, danach in den USA. Lahrs sieht auch in Deutschland einen entsprechenden Markt für die edlen Produkte, für die der Kunde mindestens 2500 Euro hinlegen muss.


Hehre Wachstumsziele

Der Edelschneider hat erst zuletzt mit sehr sportlichen Wachstumszielen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen. So soll der Umsatz von derzeit 1,56 Milliarden Euro bis 2015 auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Hugo Boss werde deshalb in Zukunft schneller auf Markttrends reagieren wie dies bislang der Fall war. Laut Lahrs soll die Zeitspanne zwischen dem Entwurf und der Auslieferung eines Produktes in die Läden von derzeit 50 auf 38 Wochen verkürzt werden. Boss nähme in diesem Fall eine führende Rolle in punkto Schnelligkeit und Reaktionsvermögen ein.


Hugo Boss baut Marktposition aus

Die umfassende Restrukturierung dürfte dem mehrheitlich zum Großinvestor Permira gehörenden Modekonzern weitere Marktanteile bescheren. Neben der Expansion in Asien dürfte auch der Ausbau der Internet-Geschäfts die Margen anspringen lassen. Anleger können den jüngsten Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Der Stopp sollte bei 27,50 Euro gesetzt werden.

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