Thomas Bergmann
Die Compugroup-Aktie, der Top-Tipp spekulativ aus Ausgabe 26/2009, läuft wie am Schnürchen. Mittlerweile notiert das Papier über der 6-Euro-Marke und damit über 30 Prozent im Plus. Auf der neu eingeführten Lünendonk-Liste "Top 25 Standard-Software-Unternehmen in Deutschland" belegt der Konzern einen hervorragenden 6. Platz.
Die Compugroup-Aktie, der Top-Tipp spekulativ aus Ausgabe 26/2009, läuft wie am Schnürchen. Mittlerweile notiert das Papier über der 6-Euro-Marke und damit über 30 Prozent im Plus. Auf der neu eingeführten Lünendonk-Liste "Top 25 Standard-Software-Unternehmen in Deutschland" belegt der Konzern einen hervorragenden 6. Platz.
Compugroup hat die Preise für seine Ärzteinformationssysteme erhöht - zum ersten Mal seit acht Jahren. Diese Meldung ist zwar schon ein paar Tage alt, doch langsam scheint sie zu den Anlegern durchzudringen. Für den Konzern bedeuten dies Mehreinnahmen von mehr als zehn Millionen Euro im Jahr, gleichzeitig zehn Millionen Euro mehr Gewinn.
Fokus auf HPS
Die Preisanpassung ist nötig geworden, nachdem das Geschäft mit der Pharmaindustrie deutlich eingebrochen ist. Seit der Neuregelung der Medikamentenwerbung durch den Gesetzgeber im Jahr 2008 haben einige Kooperationspartner ihre Verträge mit Compugroup gekündigt. Der Konzern vernetzt Pharmaindustrie, Krankenkassen und die Leistungserbringer (Kliniken, Ärzte) mit entsprechenden Softwarelösungen. So können Arzneimittelhersteller über die Software des Arztes zum Verschreibungszeitpunkt für ihre Produkte werben.
Compugroup will daher sich künftig wieder auf das Kerngeschäft Health Provider Services (HPS) fokussieren. Darunter versteht man IT-Systeme, die den Arzt auf sämtlichen Arbeitsfeldern, wie Diagnose und Therapie, Medikamentenverordnung und Dokumentation, Weiterbildung und Information oder Abrechnung, unterstützen.
Kursziel 8,00 Euro
Als Folge der Preiserhöhung rechnen auch die Analysten mit einer signifikanten Verbesserung der Profitabilität. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel daher vor Wochen von sechs auf acht Euro erhöht und die Aktie auf „Kaufen“ hochgestuft. Berenberg und SES Research sehen Compugroup ebenfalls deutlich unterbewertet – Ziel acht Euro.
Als Katalysator für steigende Kurse könnte nach Meinung der Analysten noch im zweiten Halbjahr ein Vertrag mit einer deutschen Krankenkasse dienen. Compugroup würde im Rahmen einer solchen Kooperation effiziente Behandlungspfade zur Behandlung chronischer Erkrankungen in die Software von Ärzten implementieren. Laut Finanzvorstand Christian Teig befindet sich der Vorstand in konstruktiven Verhandlungen.
Hohe Auszeichnung durch Lünendonk
Eine Bestätigung der guten Arbeit erhielt Compugroup erst kürzlich durch das Beratungsunternehmen Lünendonk. Laut der dieses Jahr neu eingeführten Liste "Top 25 Standard-Software-Unternehmen in Deutschland" erreicht der Konzern einen erfolgreichen sechsten Platz. Damit ist Compugroup hinter SAP (Platz 2) und Datev (4) das drittbeste Unternehmen mit Sitz in Deutschland.
Aktie auf dem Vormarsch
Seit der Erstempfehlung im AKTIONÄR in Ausgabe 14/09 ist die Compugroup-Aktie mittlerweile um mehr als 50 Prozent gestiegen, das Potenzial hat sie aber noch lange nicht ausgeschöpft. Nach dem Bruch des Widerstandes im Bereich von 5,00 Euro ist der Weg hin zu 8,00 Euro frei. Investierte Anleger sollten den Stopp auf 4,80 Euro nachziehen. Die Aktie befindet sich auch im Online-Musterdepot.
