Hochtief: Vinci hat Interesse
Die Übernahmeschlacht um den Baukonzern Hochtief ist erbittert geführt worden. Doch die spanische Bauholding ACS kontrolliert seit rund zwei Jahren den deutschen Baukonzern. Aber mittlerweile ist ACS selbst in Finanznot und Vinci macht sich Hoffnung, sich Teile von Hochtief zu sichern.
„Bestimmte Aktivitäten von ACS oder Hochtief könnten uns interessieren", sagte Vinci-Chef Xavier Huillard der Financial Times Deutschland. Der hoch verschuldete Hochtief-Mehrheitseigner ACS musste erst jüngst den größten Teil seines Anteils am deutschen Baukonzern an die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A. (BBVA) verpfänden. Aktuell seien aber Zukäufe von Hochtief kein Thema.
Leighton und Turner interessant?
Im Gegensatz zu Hochtief ist der Pariser Konzern noch sehr stark auf den europäischen Markt fokussiert. Wegen der Eurokrise will Vinci sein Wachstum auf anderen Kontinenten beschleunigen. Besonderes Interesse signalisierte Huillard für den australischen und kanadischen Markt, wo Hochtief mit seinen Töchtern Leighton und Turner gut vertreten ist.

Die Hochtief-Aktie konnte in den vergangenen Handelstagen wieder zulegen. In den Vorwochen geriet die Aktie hingegen unter Druck, nachdem das Gerücht kursierte, ACS könnte eine Fusion mit Hochtief planen. Damit hätte ACS einen Teil der Schulden auf Hochtief verlagern können. Derzeit ist nicht klar, welche Pläne ACS wirklich verfolgt und ob der spanische Konzern womöglich Teile von Hochtief verkaufen muss, um die Schuldenlast zu reduzieren. Anleger sollten trotz der jüngsten Kursgewinne einen Bogen um das Papier machen.
(mit Material von dpa-AFX)
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