Hochtief: Rote Zahlen!
Das ist dann doch eine kleine Enttäuschung: Der Baukonzern Hochtief schreibt im zweiten Quartal rote Zahlen. Es sind vor allem Rückstellungen für die Elbphilharmonie, die die Bilanz belasten. Der Konzernverlust summiert sich auf 15,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Plus von 13,8 Millionen Euro zu Buche.
Vor Steuern ergab sich im zweiten Quartal 2012 ein Gewinn in Höhe von 166,1 Millionen Euro, nach 10,2 Millionen Euro im Vorjahr. Dies verdankten die Essener einer Trendwende bei ihrer australischen Tochter Leighton. Der Umsatz erhöhte sich auf 6,4 Milliarden Euro, fast eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte auf knapp 53 Milliarden Euro, eine neue Bestmarke in der Unternehmensgeschichte.
Prognose bestätigt
Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte Hochtief. Demnach erwartet der Konzern unterm Strich eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Der Konzerngewinn soll knapp unter 180 Millionen Euro liegen. Das Ergebnis vor Steuern soll leicht unter 550 Millionen Euro liegen. Mit den vorgelegten Zahlen hat Hochtief die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die Aktie steht in einem insgesamt freundlichen Gesamtmarkt unter Druck.

DER AKTIONÄR hatte zuletzt dazu geraten, bei einem nachhaltigen Ausbruch über die 40-Euro-Marke eine erste Position aufzubauen. Aus charttechnischer Sicht wäre dann der Weg frei bis in den Bereich von 45,00 Euro. Nach den heutigen Zahlen ist der Kampf um die 40-Euro-Marke wieder eröffnet - nur aus der falschen Richtung. Fällt das Papier unter 39,50 Euro, sollten Anleger die Reißleine ziehen. In diesem Fall droht ein Abverkauf bis zu den alten Tiefs bei 35,60 Euro.
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