Hochtief: Chance nach dem Crash?
Die Aktie von Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief kann heute nach den dramatischen Kursverlusten der vergangenen Woche ein wenig Luft holen. Kann man bereits von einer Trendwende sprechen oder geht die Talfahrt in den kommenden Tagen weiter?
Die australische Tochter Leighton hat Hochtief in der vergangenen Woche ins Tal der Tränen gerissen. Gerade als die Anleger dachten, die australische Bauholding habe sich gefangen, musste der Konzern erneut eine Gewinnwarnung aussprechen. Daraufhin musste auch Hochtief die Ziele für das laufende Jahr kassieren. Beim Überschuss rechnet das im MDax notierte Unternehmen jetzt mit etwas weniger als 180 Millionen Euro. Bislang hatte Hochtief mit einem Wert knapp unterhalb des Rekordniveaus aus dem Jahr 2010 von 288 Millionen Euro gerechnet. Der Gewinn vor Steuern aus dem operativen Geschäft werde jetzt bei etwas unter 550 Millionen nach bislang etwas weniger als 757 Millionen Euro liegen.

Bereits im vergangenen Jahr belastete die Beteiligung an Leighton das Ergebnis von Hochtief. Die Australier mussten Wertberichtigungen auf Großprojekte vornehmen und rutschten sogar in die roten Zahlen. Nach der neuerlichen Gewinnwarnung ist das Vertrauen in die Aktie erst einmal zerstört. DER AKTIONÄR rät derzeit dazu, die Aktie von Hochtief zu meiden.
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