Hochtief: Analyst enttäuscht
Stuft die DZ Bank die Aktie von Hochtief demnächst ab? Gut möglich. Zumindest zeigt sich Marc Nettelbeck enttäuscht von den Zahlen, die der Baukonzern vorgelegt hat. Die Zahlen sind insgesamt hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schreibt der Experte.
Zwar habe Hochtief bei Umsatz und Auftragseingang durchaus überzeugen können. Doch die Entwicklung vor Steuern und das Nettoergebnis hätten die Markterwartungen klar verfehlt. Dazu kommt: Zwar hat Hochtief den Jahresausblick bestätigt. Insgesamt sei der Unterton jedoch auch hier etwas vorsichtiger. Nach Ansicht von Nettelbeck dürften die Zahlen die Aktie kurzfristig belasten.
Keine Freude bei ACS
Lange Gesichter dürfte es unabhängig davon auch in Spanien geben. Die Konzernmutter ACS befindet sich derzeit ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten und musste einen Großteil der Hochtief-Aktien an eine Bank verpfänden. Der Verlust bei Hochtief dürfte die Lage bei ACS nicht gerade verbessern. Medienberichten zufolge will sich ACS sogar von Immobilien trennen, um die Kosten für den Erhalt von Anteilen - unter anderem an Hochtief - finanzieren zu können. Im Gespräch seien der Verkauf des Firmensitzes und der beiden Töchter Dragados und Cobra.

DER AKTIONÄR rät Anlegern weiterhin bei Hochtief die 40-Euro-Marke im Auge zu behalten. Fällt die Aktie nachhaltig unter diese Marke, sollten sich Anleger von ihren Anteilen an dem Baukonzern trennen. In diesem Fall droht ein Abverkauf bis zu den Tiefständen bei 35,60 Euro. Sollte es die Aktie jedoch schaffen, diese Notierung zu verteidigen, sind auch schnell 45,00 Euro im Bereich des Möglichen.
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