JPMorgan: Abrechnung der Zockerei
Heute hat die amerikanische Großbank JPMorgan die Zahlen des zweiten Quartals veröffentlicht. Zu Buche steht ein Überschuss von knapp fünf Milliarden US-Dollar. Doch der Schein trügt.
JP Morgan hat die Bücher für das zweite Quartal geöffnet und die Analysteneinschätzungen übertroffen. Die Großbank verzeichnet einen Überschuss von 4,96 Milliarden Dollar. Damit sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um lediglich neun Prozent. Dieses scheinbar positive Ergebnis basiert allerdings auf Sondereffekten.
4,4 Milliarden statt 2 Milliarden Dollar Verlust
JPMorgan löste einen Teil der Rückstellungen für die Risikovorsorge für Kreditausfälle auf. Zudem kamen Bewertungseffekte zum Tragen. Ohne diese Maßnahmen wäre das Ergebnis deutlich schlechter ausgefallen, da durch den großen Spekulationsskandal 4,4 Milliarden US-Dollar vor Steuern verloren gingen. Zunächst ging man von ein bis zwei Milliarden aus. Auch das Ergebnis des ersten Quartals wurde nach unten korrigiert.

Imageverlust bleibt
Als Konsequenz wird die für die Verluste verantwortliche Abteilung geschlossen. Die Überwachungsmechanismen sollen sich zudem verbessert haben. Dennoch wird die Spekulation einen bleibenden Imageschaden hinterlassen, da JPMorgan als eine der letzten Banken als solide und krisensicher galt. Vorbörslich notiert die Aktie knapp im roten Bereich.
Spekulatives Investment
DER AKTIONÄR bleibt bei internationalen Bankentiteln weiterhin zurückhaltend. Die Aktie von JPMorgan ist genau wie die deutschen Konkurrenten der Commerzbank und der Deutschen Bank ein hochspekulatives Investment.
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