Henkel füllt die Kriegskasse
Bei der Henkel-Aktie läuft es weiter rund. Der Konzern hat eine dicke Kreditlinie vereinbart. Daneben äußerte sich Morgan Stanley optimistisch zu den Aussichten des Handelskonzerns.
Der Aufwärtstrend bei Konsumgüterhersteller Henkel hält weiter an. Sowohl fundamental als auch charttechnisch deutet alles auf weiter steigende Kurse hin. Auch bei Morgan Stanley denkt man um: das Rating wurde gleich um zwei Stufen angehoben.
Finanzrahmen steht
Henkel hat eine neue Kreditlinie über 800 Millionen Euro vereinbart. Nach Konzernangaben dient diese als Absicherung für die Commercial-Paper-Programme (Teilschuldverschreibungen an institutionellen Investoren) von Henkel. Demnach hat die neue Kreditlinie eine Laufzeit von fünf Jahren und verfügt über zwei zusätzliche 1-Jahres-Verlängerungsoptionen. Außerdem bleibt die im März 2010 vereinbarte fünfjährige Kreditlinie über 700 Millionen Euro bestehen. Die Düsseldorfer werden zudem die Gesamtkreditlinie von 2,1 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro zurückfahren.
Daumen hoch
Morgan Stanley hat seine Einstufung für Henkel von „Underweight" auf „Overweight" erhöht und gleichzeitig das Kursziel von 46 auf 60 Euro angehoben. In der Begründung verwiesen die Experten auf die Aussicht auf Zukäufe in einem Volumen von zwei Milliarden Euro noch im laufenden Jahr. Darüber hinaus kämen Synergien den Gewinnaussichten ab 2013 deutlich zugute. Dies verändere die Wahrnehmung des Marktes, der bei Henkel bislang in einer kurzfristigen Perspektive in erster Linie an Einsparungen gedacht habe. Das Margenziel von 14 Prozent für 2012 erscheine daher greifbar. Das angepeilte Wachstum beim bereinigten Gewinns je Aktie um rund 17 Prozent stelle Spitze im europäischen Sektor für Haushalts- und Körperpflegeprodukte dar.

Schöner Trend
Die Anlege von Henkel können sich entspannt zurücklehnen. Neben der Charttechnik - soeben erfolte der Ausbruch über die kurzfristige Trendlinie bei 54,70 Euro - spricht auch die fundamentale Entwicklung für Henkel. Der DAX-Konzern hat 2011 das beste Jahr seiner Firmengeschichte erzielt. Im laufenden Geschäftsjahr soll sich die Rekordfahrt fortsetzten. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR Anfang März gefolgt sind, sollten ihre Gewinne weiter laufen lassen. Das Kursziel liegt bei 63 Euro. Ein Stoppkurs unterhalb des letzten Bewegungstiefs bei 47 Euro sichert ab.
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