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Heiße Zukunft

Die LPKF Aktie war in den letzten Monaten nicht gerade der Liebling der Anleger. Hohe Entwicklungsausgaben sowie Probleme bei Exporten nach China belasteten den Wert. Doch die Investitionen in neue Geschäftsbereiche tragen inzwischen Früchte und auch die Schwierigkeiten mit den chinesischen Handelsbeschränkungen, die vergleichbaren heimischen Produkten ein Vorrecht gegenüber Importen einräumen, wurden behoben.

Der Laserspezialist LPKF hat in den vergangenen Jahren viel Geld in Forschung, unter anderem im Solarbereich, investiert. Das beginnt sich nun auszuzahlen.

Die LPKF Aktie war in den letzten Monaten nicht gerade der Liebling der Anleger. Hohe Entwicklungsausgaben sowie Probleme bei Exporten nach China belasteten den Wert. Doch die Investitionen in neue Geschäftsbereiche tragen inzwischen Früchte und auch die Schwierigkeiten mit den chinesischen Handelsbeschränkungen, die vergleichbaren heimischen Produkten ein Vorrecht gegenüber Importen einräumen, wurden behoben.

Starkes drittes Quartal

Entsprechend optimistisch gab sich LPKF-Vorstand Bernhard Lange im Gespräch mit dem AKTIONÄR und bekräftigte für das Gesamtjahr 2007 die Umsatzprognose von 45 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres soll ein Großteil der bestehenden Aufträge in Höhe von 8,5 Millionen Euro umsatzwirksam werden, während bei den Auftragseingängen weiter mit einem deutlichen Zuwachs zu rechnen ist. „Die Steigerung von 25 Prozent im ersten Halbjahr ist noch keine Spitze“, erklärte Lange, der zudem den starken Start in das dritte Quartal lobte. Beim Gewinn erwarten Analysten für dieses Jahr im Schnitt 4,5 Millionen Euro. Als Wachstumstreiber sollen vor allem die Segmente „3D MID“ und „Kunststoffschweißen“ dienen.

Umsatzsprünge

Bei Letzterem machte sich die Expansion in den Großraum Shanghai, das asiatische Zentrum der Automobilzuliefererindustrie, bereits 2006 in einer Umsatzverdopplung bemerkbar. Im laufenden Jahr peilen die Niedersachsen hier dank weiter intensivierter Vertriebsbemühungen Umsätze zwischen vier und fünf Millionen an. Im Bereich 3D MID dürfte 2007 gar eine Verdreifachung der Vorjahreserlöse von 2,2 Millionen Euro möglich sein. Das von LPKF entwickelte und patentierte Verfahren erlaubt die Metallisierung spezieller Kunststoffe mittels eines Lasers. Damit können elektrische Leiterbahnen direkt auf dem Trägergehäuse erzeugt werden, was vor allem Platzersparnis und stärkere Flexibilität bei der Fertigung mit sich bringt. Vor allem im Mobilfunkbereich ist das Interesse enorm, bereits zehn Millionen Handys und Datenkarten wurden mit dem technologisch überlegenen Verfahren bisher gefertigt. Daneben ist der Laserspezialist auch in der Strukturierung von Glasplatten für die Dünnschicht-Solartechnik aktiv und konnte kürzlich seinen ersten Auftrag ausliefern. 2007 wird hier lediglich rund eine Million Euro umgesetzt werden, doch man denkt bereits über verschiedene Expansionsmöglichkeiten nach. Langfristig soll laut Lange jeder der drei Bereiche zweistellige Umsätze generieren.

Dornröschen

Bisher sind sich nur wenige Investoren bewusst, welches Potenzial in LPKF steckt. Angesichts der guten Wachstumsperspektiven und der Fantasie im Solarbereich ist die Aktie mit einem KGV von 12 für 2008 äußerst attraktiv bewertet. Spätestens die Zahlen zum dritten Quartal, die einen Ausblick auf das nächste Jahr beinhalten werden, sollten dem Wert zu deutlich höheren Kursen verhelfen.

Kursziel bei LPKF Laser: 8,50 Euro. Stopp: 4,70 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 36/2007.

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