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HeidelDruck mit Zahlen: Auftragsentwicklung macht Mut

Dominik Schertel

HeidelDruck hat am Dienstag seine endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010/2011 vorgelegt und damit das vorläufige Zahlenwerk bestätigt. Insbesondere die Auftragsentwicklung konnte überzeugen.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HeidelDruck) verzeichnete im Zeitraum von April bis Ende Juni einen Umsatz von 563 Millionen Euro und verbesserte das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen auf minus 35 Millionen Euro. Im Vorjahr stand noch ein Minus von 63 Millionen Euro zu Buche. Auch der Free Cashflow konnte im Betrachtungszeitraum deutlich auf 62 Millionen Euro zulegen. Im Vorjahresquartal lag diese Finanzkennzahl noch bei minus 29 Millionen Euro. Unter dem Strich bleibt ein Konzernverlust von 52 Millionen Euro, nach minus 69 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Starker Auftragseingang

Positive Währungseffekte, die im Mai stattgefundene Fachmesse IPEX sowie die günstige Geschäftsentwicklung, vor allem in China und Brasilien, sorgten dafür, dass sich der Auftragseingang im ersten Quartal um 43 Prozent auf 786 Millionen Euro verbesserte. Gegenüber dem Vorquartal beträgt das Plus 16 Prozent. "Die Markterholung hat sich im ersten Quartal fortgesetzt und den Aufwärtstrend bei Auftragseingang und Umsatz unterstützt", kommentierte HeidelDruck-Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier. Durch die positive Bestelltätigkeit hat sich der Auftragsbestand zum 30. Juni auf 810 Millionen Euro erhöht, was dem höchsten Stand seit sechs Quartalen entspricht.

Deutlicher Fehlbetrag erwartet 

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Konzernführung von HeidelDruck einen moderaten Umsatzanstieg und bei stabiler Konjunkturentwicklung ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Aufgrund gestiegener Finanzierungskosten wird allerdings erneut mit einem deutlichen Jahresfehlbetrag gerechnet. 

Seitwärtsbewegung intakt

DER AKTIONÄR hatte bereits darauf hingewiesen, dass sich die Lage des Druckmaschinenherstellers in den vergangenen Monaten wieder etwas erholt hat. Diese Entwicklung dürfte sich auch in den kommenden Wochen fortsetzen. Insbesondere die Auftragsentwicklung stimmt positiv. Anleger, die über einen Einstieg bei dem Heidelberger Unternehmen nachdenken, sollten das charttechnische Kaufsignal abwarten. Die MDAX-Aktie pendelt seit Mitte Juni zwischen 7,20 und 8,00 Euro. Ein Sprung über die obere Begrenzung würde zunächst eine Rallye bis auf das Jahreshoch bei 8,74 Euro wahrscheinlich machen.

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