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HeidelbergCement bleibt attraktiv

Carolin Kessler

Die Analysten des Bankhauses Lampe stufen die Aktien von HeidelbergCement hoch, reduzieren jedoch das Kursziel. Dagegen hat Cheuvreux die Einstufung auf "Outperform" und das Kursziel auf 50 Euro belassen.

Laut Analysten des Bankhauses Lampe habe die HeidelbergCement-Aktie in diesem Jahr fast ein Drittel an Wert verloren und notiere aktuell auf einem 52-Wochen-Tief. Wesentliche Gründe für den Kurseinsturz seien vor allem die Befürchtungen der Bauzulieferbranche gewesen. Man war von einem Rückgang der Geschäftsaussicht vor allem in Europa und Nordamerika ausgegangen. Dies hatte sich als übertrieben herausgestellt. Die Experten von Lampe sehen das Niveau der Aktie derzeit wieder als attraktiv an, da die Wettbewerber stärkere Einbußen zu verkraften hätten. HeidelbergCement konnte damit Marktanteile gewinnen und seine Kapazitäten stärker auf Wachstumsregionen ausbauen.

 Cheuvreux bleibt bei Kursziel

 Cheuvreux hat die Einstufung des Baukonzerns auf "Outperform" und das Kursziel auf 50 Euro belassen. Auch wenn er mit seinen Schätzungen für sämtliche Zementaktien erheblich unter den Konsensprognosen liege, habe er den Zementsektor aus Bewertungsgründen hochgestuft, schrieb Analyst Levon Babalyan in einer Studie vom Mittwoch. HeidelbergCement sollte von einer Erholung weiterhin am ehesten profitieren. Das Papier bleibe daher sein Spitzenwert der Branche.

Sorge überwiegt

 Die Aktie von HeidelbergCement hat in den vergangenen Tagen einen Boden ausgebildet. DER AKTIONÄR hatte bereits erklärt, dass die Kursabschläge der vergangenen Wochen übertrieben gewesen sind. Hier wird vom Markt derzeit das Szenario eines Double Dips in der Wirtschaft eingepreist. Gerade hochverschuldete und konjunktursensible Konzerne wie HeidelbergCement würden unter einem solchen erneuten Rutsch der Wirtschaft leiden. Allerdings gehen Konzernvorstände derzeit nahezu unisono nicht davon aus, dass es zu einer erneuten Rezession kommen wird. Die Aktie bleibt daher interessant.

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