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HeidelbergCement: Technisch angeschlagen

Markus Bußler

Die Aktie des Baustoffproduzenten HeidelbergCement ist heute der große Verlierer im DAX. In einem zugegebenermaßen schwachen Marktumfeld verliert der Titel fast fünf Prozent. Fundamentale Neuigkeiten gibt es nicht. Aber technisch präsentiert sich der Titel angeschlagen. Lohnt ein antizyklischer Kauf?

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Auf den ersten Blick sicherlich nicht, gilt doch das Motto: Greife nie in ein fallendes Messer. Und als fallendes Messer präsentiert sich derzeit der Aktienkurs. Bei 36,56 Euro markierte der Titel heute ein neues Tief seit Mitte Februar. Dies hat zusätzlich für Abgabedruck bei der Aktie gesorgt. Die nächste wichtige Unterstützung liegt derzeit bei 35,00 Euro. Hier sollte Kurs Halt finden, sonst droht ein weiterer Abverkauf. Optimistischer für die Aktie ist offensichtlich Konzernchef Bernhard Scheifele. Auch wenn er eine sicherere Variante gewählt hat, als er jüngst Papiere kaufte. Er stieg nicht etwa bei der Aktie ein, sonder kaufte ein Discount-Zertifikat (ISIN: DE000CK2EDL2). Insgesamt erwarb der Firmenlenker Papiere für rund 929.400 Euro. Der Basispreis liegt bei 34,00 Euro. Fälligkeit ist der 31. Dezember 2012. Angesichts der volatilen Bewegung der vergangenen Wochen vielleicht nicht die schlechteste Wahl.

Sicher: Man soll nicht in fallende Messer greifen. Sicher auch: Dass Holcim mit einem Sparprogramm auf die noch immer schwache Nachfrage in Europa reagiert, ist auch alles andere als ermutigend für die Branche. Aber: Der für HeidelbergCement wichtige nordamerikanische Markt erholt sich allmählich. In den Schwellenländern, allen voran in Afrika und Asien, brummt die Nachfrage noch immer. Hier dürfte HeidelbergCement ungeachtet des selbst auferlegten Sparprogramms in den kommenden Monaten und Jahren sogar weiter expandieren und investieren. DER AKTIONÄR rät mutigen Anlegern bei 35,20 Euro ein Abstauberlimit in den Markt zu legen. Die Lage ist nicht so schlecht, wie es der Aktienkurs derzeit ausdrückt.

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