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HeidelbergCement: Holcim enttäuscht

Markus Bußler

Die Aktie des Baustoffproduzenten HeidelbergCement findet sich heute am Ende des DAX wieder. Der Grund dürfte in der Schweiz zu finden sein, genauer gesagt beim Mitbewerber Holcim. Der Konzern überraschte den Markt heute mit einem unerwartet hohen Abschreibungsbedarf im vierten Quartal.

Holcim meldet heute, dass das Unternehmen Wertberichtigungen in Höhe von 775 Millionen Franken vornehmen muss. Der Grund: Eine schwache Baukonjunktur und ungenügende Kapazitätsauslastung in Osteuropa und Spanien, aber auch in den USA sowie Probleme in Südafrika machen dem Schweizer Holcim-Konzern zu schaffen. Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass sich die Situation rasch ändert. Der größte Teil der Abschreibung entfällt auf Südafrika. Dort hält Holcim eine Minderheitsbeteiligung an AfriSam, das landesweit führenden Zement- und Baustoffgruppe. Das Unternehmen musste im vergangenen Jahr aufgrund einer eingebrochenen Nachfrage Restrukturierungsmaßnahmen vornehmen. Holcim hat dem Plan zugestimmt und schreibt seine Investition, bestehend aus Schuldverschreibungen, aufgelaufenen Zinsen sowie Währungsveränderungen, im vierten Quartal 2011 entsprechend um 415 Millionen ab.

HeidelbergCement - die bessere Wahl

Die Börse hatte mit einem derart hohen Abschreibungsbedarf nicht gerechnet. Allerdings gab es auch im Vorfeld bei dem Schweizer Konzern bereits mahnende Worte. So hatte die Citigroup erst vor wenigen Tagen eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen. Clyde Lewis sprach von einem geringen Erholungspotenzial für den US-Markt. Auch Europa dürfte sich nach wie vor schwach entwickeln. Eine solche Entwicklung dürfte auch der deutsche Konkurrent HeidelbergCement zu spüren bekommen. Allerdings zeigten sich hier die Analysten zuletzt wesentlich optimistischer. So glaubt etwa Norbert Kretlow, dass HeidelbergCement von dem bislang sehr milden Winter profitieren dürfte. Und auch ein HeidelbergCement-Sprecher bestätigte heute noch einmal die Ziele des Unternehmens. Das im DAX gelistete Unternehmen sei geografisch anders aufgestellt als der Schweizer Mitbewerber. Für das Gesamtjahr peilt HeidelbergCement Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an. Zudem sollen sich die Margen weiter verbessern.

Die Aktie von HeidelbergCement wird heute zu Unrecht in Sippenhaft genommen. Das Unternehmen erzielt zum einen beim operativen Geschäft Fortschritte, zum anderen konnte auch die Finanzseite durch eine niedrigere Verschuldung deutlich verbessert werden. DER AKTIONÄR sieht in dem Rücksetzer heute eine Chance für noch nicht investierte Anleger, eine erste Position aufzubauen. Das Kursziel bleibt bei 42,00 Euro,

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