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HeidelbergCement: Das würde die Deutsche Bank treffen

Markus Bußler

So offen trauen es sich nur wenige Vorstände zu sagen. Doch in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat sich der Konzernchef des Baustoffproduzenten HeidelbergCement für eine Zerschlagung der Banken ausgesprochen. „Banken dürfen nicht zu groß werden“, sagt Bernd Scheifele.

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„Wir brauchen ein Trennbankensystem, wie es früher in den USA existierte. Das normale Bankgeschäft und das Investmentbanking sollten nicht gemeinsam betrieben werden", sagt  Scheifele. Eine solche Forderung würde in Deutschland vor allem die Deutsche Bank treffen.  „Der Staat muss gewährleisten, dass die Spareinlagen der Bürger sicher sind und die Unternehmen mit ausreichend Kredit versorgt werden. Nicht mehr." Seiner Ansicht nach könne es nicht angehen, dass es dem Steuerzahler aufgebürdet wird, wenn in anderen Bereichen etwas schief geht. Dies müssten Gläubiger und Aktionäre dieser Banken selbst tragen.

Unabhängig von dieser Diskussion stand die Aktie von HeidelbergCement in den vergangenen Tagen unter Druck. Der Grund: Konkurrenten haben schwache Zahlen geliefert. DER AKTIONÄR hat jedoch davor gewarnt, die Zahlen der Mitbewerber eins zu eins auf HeidelbergCement zu übertragen. Im Gegenteil: Das im DAX gelistete Unternehmen hatte zuletzt mit seinen Quartalszahlen durchaus überzeugen können. Der Konzern profitiert davon, dass er kein nennenswertes Geschäft in den südeuropäischen Schuldenstaaten hat. Zudem läuft das Geschäft in Nordamerika besser, als von vielen Experten erwartet. In den Schwellenländern in Asien und Afrika boomt die Nachfrage nach Baustoffen ebenfalls. DER AKTIONÄR rät weiterhin dazu, Kursrücksetzer bei HeidelbergCement als Kaufchance zu sehen.

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