Thorsten Küfner
Die Hannover Rück wird morgen ihre Zahlen für das Jahr 2009 vorlegen. Indes gab es zuletzt zahlreiche positive Analystenkommentar zur Aktie des im MDAX gelisteten Rückversicherers. Gut möglich, dass der Aktienkurs nun weiter an Fahrt gewinnt.
Im Schatten des großen Rivalen Munich Re (der DAX-Konzern legt indes heute um 10 Uhr seine Zahlen für das abgelaufene Jahr vor, die Hannover Rück wird morgen nachlegen) konnte auch der Aktienkurs der Hannover Rück in den ersten Wochen des laufenden Jahres stetig zulegen. Allerdings bleibt das Papier der deutschen Nummer 3 im deutschen Rückversicherungsmarkt mit KGVs im deutlich einstelligen Bereich eine der am günstigsten bewerteten Aktien des MDAX. Kein Wunder also, dass zuletzt erneut zahlreiche Analysten Kaufempfehlungen für die Hannover-Rück-Aktie ausgesprochen haben.
Equinet bleibt optimistisch
So hat beispielsweise Equinet das Kursziel für Hannover Rück vor den Zahlen auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 38,00 Euro belassen. Analyst Philipp Häßler geht davon aus, dass das Unternehmen solide Viertquartalszahlen ausweisen und die konzerninternen Ziele erreicht haben dürfte. Da die Aktie attraktiv bewertet sei, halte er an seiner Kaufempfehlung fest.
JPMorgan erhöht Kursziel
JPMorgan hat die Aktie der Hannover Rück von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Das Kursziel wurde von 38,90 auf 43,40 Euro erhöht. Analyst Vinit Malhotra betonte, dass der Rückversicherer aktuell von der Erholung der Versicherungsmärkte profitiere und 2011 eine klar über dem Branchendurchschnitt liegende Kapitalrendite von 15 Prozent erwirtschaften könne. Malhotra hob deshalb seine Gewinnprognose für 2011 um elf Prozent an.

Aktie weiterhin deutlich unterbewertet
DER AKTIONÄR hält nach wie vor an seiner Einschätzung zur Hannover Rück fest: Die Aktie des MDAX-Konzerns ist mit einem 2010er-KGV von 7 immer noch deutlich unterbewertet. Anleger, die sich eine saftige Dividenderendite von rund sechs Prozent nicht entgehen lassen wollen, sollten bei den Titeln zugreifen. Das Kursziel lautet weiterhin 42 Euro, der Stoppkurs sollte bei 27 Euro belassen werden.