Hannover Rück: Gewinnrückgang im Katastrophenjahr
Das Ausnahmejahr 2011 hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz der Hannover Rück. Der Nettogewinn sinkt erwartungsgemäß unter den Vorjahreswert, übertrifft mit 606 Millionen Euro allerdings die Prognosen der Analysten.
2011 war kein sehr erfreuliches Jahr für die Versicherungsbranche. Insbesondere die Rückversicherer hatten mit zahlreichen durch Naturkatastrophen ausgelösten Schadensfällen zu kämpfen. Betroffen hiervon war auch die Hannover Rück. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer musste wie erwartet einen Gewinnrückgang von 749 Millionen Euro 2010 auf 606 Millionen Euro hinnehmen. Damit sank das Ergebnis pro Aktie von 6,21 Euro auf 5,02 Euro. Aufgrund eines sehr guten Kapitalanlageergebnisses und einer Steuerrückerstattung konnte die Hannover Rück allerdings überraschend die Prognosen der Analysten übertreffen. Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Vorstand zufrieden
Trotz des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich Vorstandsvorsitzender Ulrich Wallin zufrieden. Man hätte den Wachstumspfad der vergangenen Jahre fortgesetzt und werde für 2011 eine Dividende je Aktie von 2,10 Euro nach 2,30 Euro für 2010 ausschütten. Ein deutliches Prämienwachstum ist zudem für dass laufende Geschäftsjahr vorgesehen. Ein konkretes Gewinnziel wurde jedoch nicht bekannt gegeben.
Konservative Depotbeimischung
Das trotz der außergewöhnlich hohen Großschadenssumme beachtliche Ergebnis unterstreicht einmal mehr die gute Positionierung der Hannover Rück. DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Kaufempfehlung fest. Mit einem 2012er-KGV von 8 und einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite eignet sich die Aktie als defensive Beimischung für das Depot. Das neue Kursziel lautet 50,00 Euro. Der Stopp sollte auf 31,50 Euro nachgezogen werden.
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