Carolin Kessler
Die Hamburger Hafen Logistik AG (HHLA) baut ihre Position als führende Drehscheibe für Zubringerverkehre in Nordeuropa weiter aus. Das erste Feederschiff der neu strukturierten Liniendienste wurde nun bei der HHLA in Hamburg abgefertigt.
Die Reedereien Team Lines und APL verlagern einen Teil ihrer Feederdienste in die Ostsee von Rotterdam nach Hamburg und konzentrieren diese Dienste in der Hansestadt. Durch die enge Kooperation mit den Reedereien konnte die Hamburger Hafen Logistik AG (HHLA) bedeutende Zubringerverkehre für sich gewinnen. Zubringerschiffe, sogenannte Feeder, übernehmen Container, die Hamburg mit Überseeschiffen erreichen, an den Terminals im Hafen und transportieren sie weiter in die Abnehmerländer - und umgekehrt. Die Hansestadt verfügt mit etwa 60 Feederdiensten über das dichteste und leistungsfähigste Zubringer- und Verteilernetz in Nordeuropa.Insgesamt setzen Team Lines und APL regelmäßig vier Zubringerschiffe auf den Routen zwischen Hamburg sowie Bremerhaven und Finnland, Russland sowie Polen ein.
Die Entscheidung der Reedereien, ihre Zubringerverkehre in Hamburg zu konzentrieren, unterstreiche Hamburgs Position als führende Feeder-Drehscheibe in Nordeuropa für den Ostseeraum, so Dr. Stefan Behn, HHLA-Vorstand für das Segment Container.
Aufbau einer Feeder Logistikzentrale
Deutschland Geschäftsführer der Reederei Team Lines, Sören Pedersen, betonte die Effizienz des Hamburger Hafens und dessen hochwertigen Service. Um die Abfertigung von Zubringerschiffen in Hamburg zu optimieren zu beschleunigen und damit die Kosten für die Feeder-Reedereien zu senken, hat die HHLA in diesem Jahr zusammen mit Eurogate in den Aufbau einer Feeder Logistik Zentrale (FLZ) investiert. Nach dem ersten Kunden Unifeeder hat sich auch Team Lines entschieden, Zubringerverkehre über die FLZ abzuwickeln. Pedersen gab sich sehr zufrieden mit der Leistungsfähigkeit der Logistikzentrale. Sie bringe einen beachtlichen Mehrwert für sämtliche Feederaktivitäten des Hafens, so der Vorstand.
Am heutigen Dienstag, 31. August, wurde das erste Zubringerschiff dieser neuen Dienste, die "Empire" der Reederei APL, bei der HHLA in Hamburg abgefertigt.

Aktie bleibt attraktiv
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung zur HHLA-Aktie fest. Die Titel dürften stark von einer anziehenden Konjunktur profitieren. Das Kursziel beträgt weiterhin 33 Euro.