Christoph Albers
H&R Wasag hat dank weltweiter Konjunkturerholung ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich gebracht. Der Hersteller von Spezialchemikalien hat Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Die Aktie bleibt weiterhin aussichtsreich.
Der Umsatz von H&R Wasag kletterte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 60 Prozent auf rund 538 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um knapp 54 Prozent auf 51,4 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdient der Konzern 26,3 Millionen Euro - mehr als eine Verdoppelung zu 2009. Neben einer stark anziehenden Nachfrage ermöglichte ein Anstieg des Ölpreises eine höhere Bewertung der entsprechenden Lagerbestände.
Vollauslastung im Hauptgeschäft
Vor allem die verbesserte Entwicklung im Kernsegment mit chemisch-pharmazeutischen Rohstoffen trug zu der guten Entwicklung bei. Das EBITDA verzeichnete in dieser Sparte einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent auf 38,5 Millionen Euro. Die im vergangen Jahr erweiterten Raffineriestandorte in Hamburg und Salzbergen arbeiteten mit voller Kapazität.
Neues Werk in Hamburg
Mit einem neuen Werk in Hamburg zur Weiterverarbeitung des Produktionsausschusses soll weiteres Wachstum generieret werden. Der Vorstand tätigt dafür die höchste Investition seit Unternehmensgründung von 55 Millionen Euro. Bereits ab 2012 soll die Anlage jährlich zwischen zwölf und 14 Millionen Euro zum EBITDA beisteuern.

Aktie bleibt ein Kauf
DER AKTIONÄR hält an seiner positiven Einschätzung zur Aktie von H&R Wasag weiter fest. Nach dem Tief vom Mai bei 14,50 Euro erreichte der Kurs im August sein neues Jahreshoch bei 21,20 Euro. Der mittelfristige Aufwärtstrend ist weiterhin intakt. Der aktuelle Rücksetzer sollte als Kaufgelegenheit gesehen werden. Investierte Anleger bleiben dabei. Mit dem Überschreiten des Jahreshochs würde ein neues Kaufsignal geniert. Ein Stopp bei 17,50 Euro sichert ab.