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Großreinemachen bei Metro

Steffen Eidam

Die gebeutelte Handelskette Metro schnallt den Gürtel enger. Ein erster Schritt erfolgt mit dem Verkauf des unrentablen britischen Großhandelsgeschäfts. Metro-Lenker Koch kündigt weitere Verkäufe an.

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Beim drittgrößten europäischen Handelskonzern regiert der "eiserne Besen". Mit Makro UK steht jetzt die britische Großhandelssparte kurz vor dem Verkauf. Dies dürfte aber längst nicht das Ende umfangreicher Aufräumarbeiten sein.

Booker will Makro

Vorausgesetzt, die Aktionäre stimmen dem Deal zu, dann erwirbt die Booker Group 30 Großmärkte und das operative Vermögen der Metro-Beteiligung  Makro UK. Die Briten legen 15,8 Millionen Pfund auf den Tisch und übertragen desweiteren 9,99 Prozent des gegenwärtig ausgegebenen Aktienkapitals an die Metro. Das Gesamtvolumen der Transaktion würde demnach bei etwa 140 Millionen Pfund liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der operative Verlust bei Makro auf 42 Millionen Pfund aufgetürmt – bei einem Umsatz von 766 Millionen Pfund.


Zurück zu den Kernkompetenzen

Die Strategie von Vorstandsvorsitzendem Olaf Koch sieht vor, unrentable Sparten aus dem Firmenverbund loszueisen. Die Verkäufe in Marokko und Frankreich und wahrscheinlich nun auch in Großbritannien dürften aber längst nicht das Ende der Verkaufsaktionen darstellen. "Wir müssen uns auf das Kerngeschäft konzentrieren", resümierte der Firmenlenker im Anschluss an den Makro-Verkauf. Auch andere Geschäfte in einer "sehr kleinen Zahl von Ländern" stünden auf dem Prüfstand.

Nur geringe Auswirkungen auf die Bilanz

Der Makro-Verkauf dürfte den operativen Gewinn im zweiten Quartal mit rund 200 Millionen Euro belasten. Da diese Belastung unter die Rubrik Sondereffekte fällt, hat dies keine Auswirkungen auf die EBIT-Gesamtjahresprognose. Dennoch sollten Anleger derzeit einen Bogen um die Metro-Aktie machen. Neben zahlreichen negativen Nachrichten muss der Konzern auch um den Verbleib im deutschen Elitesegment DAX bangen.

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