Große Welle: Aurelius kapert HanseYachts
Der Münchner Sanierungsspezialist Aurelius meldet den nächsten großen Coup. Nun soll die defizitäre HanseYachts übernommen und wieder auf Kurs gebracht werden. DER AKTIONÄR hatte bereits frühzeitig auf die Erholungstendenzen bei dem Schiffsbauer hingewiesen.
Der nächste große Coup. Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Aurelius kauft den zuletzt defizitären Schiffsbauer HanseYachts. Wie am Wochenende gemeldet wurde, hat Mehrheitseigentümer Michael Schmidt bereits dem Verkauf seiner 64,67 Prozent zugestimmt. Den freien Aktionären wird ein Übernahmeangebot von 5,01 Euro je Aktie gemacht. Dieses Niveau entspricht genau dem Zielkurs des AKTIONÄRS, der das Papier Mitte Juni bei 4,25 Euro als "Tipp des Tages" empfohlen hatte.
Den Kaufpreis von insgesamt bis zu 32 Millionen Euro kann die mit mittlerweile knapp 300 Millionen Euro bewertete und stabil finanzierte Aurelius AG locker aufbringen. Deren Chef Chef Dirk Markus hat einiges vor: "Durch unsere aktive Unterstützung und die Beratung von Michael Schmidt werden wir den eingeschlagenen Wachstums- und Erholungskurs von HanseYachts fortsetzen und das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen." Die Auftragseingänge lagen bereits Ende April wieder 38 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Auch der Verkauf von größeren und margenstärkeren Schiffen hatte merklich angezogen.

Vor einem Monat schlug die Aurelius-Tochter Blaupunkt bereits bei KWest zu. Die Münchner hatten im Mai zudem die Anhebung der Dividende um 16 Prozent auf 1,30 Euro je Aktie bekannt gegeben. Der Clou des Geschäftsmodells ist, dass angeschlagene Firmen oft unter ihrem Buchwert erworben werden, womit Aurelius schon zu Beginn bilanziell im Plus liegt. Gelingt dann die Sanierung, sind hohe Renditen möglich.
Starker Aufwärtstrend
Seit Jahresbeginn hat das Papier 75 Prozent zugelegt. Der Startschuss im Januar ("Aurelius mit Ausbruch") war der Beginn einer starken Aufwärtsbewegung. Es ist Aurelius zuzutrauen, dass auch die Sanierung von HanseYachts gelingt und zumindest mittel- und langfristig eine weitere Wertsteigerung des Schiffsbauers erzielt wird. Da die Dividendenrendite bei deutlich über vier Prozent und die Aktie weiterhin im Aufwärtstrend liegt, sollten Anleger ihre Gewinne bei Aurelius laufen lassen.
HanseYachts-Aktionäre können die schnelle positive Performance eintüten und das Angebot annehmen. Nur sehr geduldige Aktionäre sollten auf eine eventuelle spätere Nachbesserung spekulieren.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Der Sanierer Aurelius bleibt weiter expansiv. Nun meldet die Tochter Blaupunkt den Zukauf des Embedded-Systems-Spezialisten KWest. Der charttechnische Aufwärtstrend ist intakt....mehr |
Die Münchner Beteiligungsfirma Aurelius bleibt im Aufwind. Nach der Vorlage starker 2010er-Zahlen und einem guten Ausblick spricht einiges für weiter steigende Kurse der AKTIONÄR-Empfehlung....mehr |
Der Höhenflug des AKTIONÄR-Musterdepotwertes Aurelius setzt sich fort. Nach der Ankündigung eines Aktiensplits überzeugen auch die Zahlen für das erste Quartal 2013....mehr |
Die Actien-Börse entscheidet sich nur für eines: Aktien von Aurelius sind kaufenswert. Die Prior Börse rät allen, die gut schlafen wollen, zum Einstieg bei BASF. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots. ...mehr |
Der Höhenflug des AKTIONÄR-Musterdepotwertes Aurelius setzt sich fort. Neuer Kurstreiber ist die Ankündigung eines Aktiensplits. Auch die anstehende Hauptversammlung beflügelt....mehr |























