GrenkeLeasing und K+S im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II
Der Frankfurter Börsenbrief freut sich über die Kredit-Knausrigkeit der Banken, denn das spielt GrenkeLeasing in die Hände. Bei Fuchs Kapitalanlagen wächst die Begeisterung für K+S. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes erkennen gute Geschäftschancen für die Leasingbranche, denn die Banken vergeben nur schwer Kredite. Das "GE Capital Insight Barometer" der Finanzierungs-Tochterfirma von General Electric hat diesbezüglich Makler und Finanzexperten befragt, welche fast durchgängig erklärten, Unternehmen hätten zunehmend mehr Probleme bei Verlängerungen der Laufzeit von Darlehen beziehungsweise der Aufnahme von neuen Krediten. Davon seien besonders kleinere und mittelgroße Firmen betroffen, die etwa 40 Prozent des Umsatzes in Deutschland erlösen und rund zwei Drittel der Arbeitsplätze stellen. Je weniger Banken Kredite ausgeben, desto reizvoller erscheinen alternative Finanzierungsinstrumente. GrenkeLeasing verleast, also vermietet, seit dem Jahr 1978 für die Kunden Bilanz schonend Wirtschaftsgüter. Dabei hat sich der Konzern auf solche Güter spezialisiert, die vergleichsweise wenig kosten, wie etwa Computer, Kopierer oder Software. Diese Güter werden (dummdeutsch) "small tickets" genannt, wobei ein "ticket" in den vorläufigen Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres durchschnittlich etwa 8.328 Euro wert war. Das Neugeschäft stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 726 Millionen Euro. Darunter sind die Anschaffungskosten neuer Leasing-Gegenstände und das Volumen des Verkaufs von Forderungen (Factoring) zu verstehen. Der Anteil des internationalen Geschäfts erhöhte sich von 60,8 auf 65,6 Prozent. Das ist spannend, denn die Probleme mit den Banken eröffnen in anderen europäischen Ländern Potenzial für einen hohen Schub für das Geschäft von GrenkeLeasing. Die Gewinnspanne des Deckungsbeitrages 2, also der maßgeblichen operativen Ergebnisgröße, erhöhte sich von 15,5 auf 17,4 Prozent. Wenn der Konzern die Ziele des Vorstand erreicht, würde das einem KGV von 14 für das laufende Jahr bedeuten, was höhere Kurse erlaubt. Da auch die Charttechnik positiv ist, sollten Anleger die Aktie mit einem Kursziel von 65 Euro und einem Stopp-Loss bei 44,20 Euro kaufen.

Fuchs Kapitalanlagen: Antizyklisch düngen
Der Aktienkurs der K+S AG, dem einzigen Rohstoff-Titel im DAX, hat sich in diesem Jahr weitaus schlechter entwickelt als der deutsche Leitindex. Im ersten Halbjahr ist der Gewinn der Sparte "Salz (Streusalz)" aufgrund des milden Winters in Europa eingebrochen. Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen nennen die Ergebnisse der Kernsparte "Düngemittel (Kaliumsalz-, Magnesiumsalz- und als drittes Segment Stickstoff-Düngemittel)" allerdings prächtig. Langfristig bietet die geplante Erschließung neuer Kalivorkommen in Kanada Kurschancen. Antizyklisch orientierte Anleger sollten die Zahlen für das dritte Quartal abwarten, die für den 13. November erwartet werden, und auf Kursrücksetzer bis etwa 33,50 Euro spekulieren. Das Kursziel beträgt 44,69 und der Stoppkurs sollte bei 30,50 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten ihre 150 Anteile von Danone zu mindestens 46 Euro ausbuchen.
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