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GoYellow: Millionen-Streit mit der Deutschen Telekom

Florian Söllner

Der Internet-Highflyer GoYellow legt sich mit der Deutschen Telekom an. Die Chancen als Sieger aus dieser Auseinandersetzung hervorzugehen sind gut. Auch die Vorzeichen für die Aktie sind weiterhin glänzend.

Trotz sehr guter Quartalszahlen und einer Analysten-Kaufempfehlung mit Kursziel 9,00 Euro war die GoYellow-Aktie zuletzt unter Druck gekommen. Hintergrund war eine Klage der Deutschen Telekom auf Schadensersatz in Höhe von 9,3 Millionen Euro für eine nur fünfwöchige Nutzung von Daten, die vor Jahren bei der Online-Branchenauskunft GoYellow.de abgerufen wurden. Nun geht GoYellow in die Offensive und wehrt sich gegen diese "unbegründete" Forderung. Man prüfe eine Strafanzeige gegen die Deutsche Telekom wegen vorsätzlicher Kursmanipulation, teilte GoYellow am Mittwoch mit. "Die Deutsche Telekom hat mit unsubstantiierten sowie maßlos überzogenen Forderungen den Aktienkurs unseres Unternehmens manipuliert. Unsere Aktionäre wurden dadurch zu Unrecht verunsichert."

GoYellow argumentiert wie folgt gegen die Millionenforderung: "Im gesamten ersten Quartal 2005, in das der betreffende Zeitraum fällt, machte GoYellow.de 119.000 Euro Umsatz. Die gesamte Summe der an die Deutsche Telekom bezahlten Datenkosten belief sich im Geschäftsjahr 2005 auf rund 133.000 Euro." (komplette Meldung)

Der Angriff der Deutschen Telekom kommt nicht überraschend. Schließlich tritt die innovative Internetfirma mit dem Online-Branchenbuch GoYellow.de, den kostenlosen Telefondienst PeterZahlt.de und ab Dezember 2009 mit dem Vermittlungsdienst 118000 als Wettbewerber zu Diensten der Telekom auf. Die Chancen der Deutschen Telekom, sich mit dieser hohen Forderung vor Gericht durchzusetzen, scheinen jedoch gering.

Aktie bleibt aussichtsreich

Anleger sollten sich daher vielmehr auf die gute operative Geschäftsentwicklung, den weiterhin intakten Aufwärtstrend und die mit einem 2010er-KGV von 9 sehr günstige Bewertung konzentrieren.

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