Gildemeister rechnet mit höheren Kosten
Gildemeister hat auf der Hauptversammlung seine Aktionäre auf höhere Kosten eingestimmt. Die Jahresprognose wurde aber bestätigt. Aus charttechnischer Sicht steht die MDAX-Aktie auf der Kippe.
"Zu den Herausforderungen des laufenden Jahres gehört unter anderem, dass die Werkzeugmaschinenhersteller den global wachsenden Wettbewerb um Rohstoffe deutlich zu spüren bekommen und daher ihre Herstellkosten insgesamt noch besser im Auge behalten müssen", sagte Gildemeister-Vorstand Rüdiger Kapitza am Freitag auf der Hauptversammlung in Bielfeld.
Optimistischer Vorstand
Für das laufende Jahr bleibt Kapitza aber zuversichtlich. Der Vorstand bestätigte erneut die Prognose für das Jahr 2012. Der Auftragseingang soll auf über zwei Milliarden Euro klettern, beim Umsatz erwartet der MDAX-Konzern einen Wert von mehr als 1,9 Milliarden Euro. Trotz steigender Einkaufs- und Personalkosten rechnet Gildemeister weiterhin mit mehr als 65 Millionen Euro Gewinn.
Brenzlige Situation
Aufgrund der allgemeinen Marktschwäche stand die Gildemeister-Aktie in den letzten Tagen unter Druck. Zwar hat der MDAX-Titel in diesem Jahr mehr als 30 Prozent zugelegt, der Aufwärtstrend steht aber aktuell auf der Kippe. Aktuell notiert der Kurs an der Aufwärtstrendlinie, die bei 13,00 Euro verläuft. Dort haben die Bullen nun die Chance das Steuer wieder in die Hand zu nehmen. Fällt der Kurs unter diese wichtige charttechnische Marke, droht ein weiterer Abverkauf. Bereits investierte Anleger bleiben vorerst dabei und beachten den Stopp bei zwölf Euro.

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