Gerry Weber International und Salzgitter im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Platow Derivate setzt auf den Top-Wert Gerry Weber International. Die Prior Börse erwartet einen wieder härteren Kurs der Stahlaktie Salzgitter. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate verweisen auf das Plus von rund 40 Prozent welches der Aktienkurs der Gerry Weber International AG seit Jahresbeginn erreicht hat. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Notierung fast verdreifacht. Vor diesem Hintergrund ist der Verkauf von Anteilen durch die Familie des Konzern-Mitgründers und Aufsichtsrats Udo Hardieck zu sehen. Vorstandsvorsitzender Gerhard Weber kauft dagegen weiter zu. Das entspricht dem langfristigen Aufwärtstrend der Notierung, der soliden Geschäftsentwicklung und der noch aussichtsreichen Bewertung der Aktie. Aus charttechnischen Gründen dürfte es kurzfristig weiter nach oben gehen, nachdem der Widerstand bei 33,80 Euro überwunden worden ist. Damit ist die Korrektur beendet und ein kurzfristiger Aufwärtstrend gültig. Auf dem Weg zu neuen Hochs ist aber noch einmal mit einer Konsolidierung zu rechnen. Risikobereite Anleger sollten das endlos laufende Bull-Zertifikate (WKN HV7 UJA) der HypoVereinsbank auf die Gerry Weber International AG kaufen und den Stoppkurs bei 0,45 Euro setzen, was einem Aktienkurs von etwa 32,60 Euro entspricht. Der Schein ist mit einer Basis bei 28,07 Euro, einer Totalverlust-Schwelle bei 30,20 Euro und einem Hebel von derzeit 5,3 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate-Musterportfolio sind die 300 Call-Optionsscheine (WKN DE0 PWX) auf die Rational AG mit Gewinn und die 850 Long-Zertifikate (WKN TB3 T1W) auf Qiagen mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 2.900 Bull-Zertifikate (WKN HV7 UJA) auf die Gerry Weber International AG zu 0,61 Euro eingebucht und bei 0,45 Euro abgesichert sowie 3.500 Call-Optionsscheine (WKN UU3 DLS) auf Danone zu 0,71 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 0,58 Euro gesetzt.
Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 2.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ4 ZWB) auf das Paar Lanxess/DAX mit einem Gewinn ausgestoppt worden. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Wertentwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index aufgegangen. Zudem sind die 1.700 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ4 ZV0) auf das Paar Hochtief/DAX mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 2.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ4 ZXP) auf das Paar Beiersdorf/DAX zu 0,77 Euro eingebucht und bei 0,30 Euro abgesichert.

Die Prior Börse: Langfristig wieder stahlhart
Beim momentanen Kurs von rund 33,60 Euro notiert die Aktie von Salzgitter nahe eines Mehrjahrestiefs. Die Wirtschaftsaussichten für Europa und die USA sind schwach und weltweit sorgt vor allem die Abkühlung auf dem chinesischen Bausektor für Unsicherheit. Die Experten der Prior Börse erkennen im Chartbild nun Anzeichen für eine Bodenbildung und eine damit einhergehende Chance auf eine Trendwende für die Notierung. Auch fundamental gibt es Gründe für steigende Kurse. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres setzte der Stahlkonzern 5,4 Milliarden Euro um. Das sind rund zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei erwirtschaftete Salzgitter einen Verlust von 23 Millionen Euro. In der Kasse liegen jedoch netto 535 Millionen Euro. Der Börsenwert von etwa zwei Milliarden Euro beträgt nur die Hälfte des bilanzierten Eigenkapitals von vier Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bei 43 Prozent. In dieser kapitalintensiven Branche ist das eine ungewöhnlich starke Substanz. Am 14. November sollen die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt werden, wobei die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen liegen dürften. Die Stabilisierung des Geschäftsverlauf sollte sich fortsetzen. Zudem ist Vorstandsvorsitzender Prof. Heinz Jörg Fuhrmann ein außerordentlich konservativer Manager, eine ideale Besetzung für diese raue Zeit. Langfristig orientierte Anleger sollten einsteigen.
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