Dominik Schertel
Der Maschinenbauer GEA hat gestern mit seinem Quartalszahlen für eine Überraschung unter den Marktteilnehmern gesorgt. Im Anschluss meldeten sich die verschiedenen Analystenhäuser mit ihren Einschätzungen zu Wort. Der MDAX-Konzern kommt dabei sehr gut weg.
GEA hat mit seinen vorgelegten Zahlen am Donnerstag für ein Kursfeuerwerk bei der Aktie gesorgt. Gestützt wurde diese fulminante Aufwärtsbewegung - in der Spitze fast acht Prozent - von positiven Analystenstimmen. Vier Experten empfehlen Anlegern die Aktie zu kaufen, zwei stufen das Papier mit "Halten" beziehungsweise "Neutral" ein. Die Kursziele bewegen sich zwischen 22,00 und 16,50 Euro und befinden sich damit alle über der aktuellen Kursnotierung.
Überraschung unter den Analysten
Die Experten zeigten sich vor allem überrascht von der starken Geschäftsentwicklung von GEA. "Die strikte Kostenkontrolle des Anlagenbauers habe sich ausgezahlt", erklärt Berenberg Bank-Analyst Roland Rapelius. Er bestätigt sein "Buy"-Rating und erhöht das Kursziel von 18,00 auf 19,00 Euro. Auch die Unicredit, die Citigroup und Equinet bestätigen ihre Kaufempfehlungen mit Kursziel 16,50 Euro, 22,00 Euro und 18,00 Euro. Equinet-Analyst Holger Schmidt hebt in seiner Studie die bewiesene Krisenresistenz sowie die Aufstellung in strukturellen Wachstumsmärkten von GEA hervor.
Abstufung
Die Erwartungen der Experten von Merrill Lynch und Bankhaus Lampe wurden ebenfalls übertroffen. Dennoch stuft Lampe-Analyst Gordon Schönell die GEA-Aktie von "Kaufen" auf "Halten" ab. Gleichzeitig erhöht er sein Kursziel von 16,00 auf 18,00 Euro. Merrill Lynch-Experte Claus Roller bewertet den MDAX-Wert derzeit ebenfalls nur mit "Neutral". Das Kursziel wurde bei 16,50 Euro bestätigt.
Bei Schwäche zugreifen

Anleger, die mit dem vom AKTIONÄR ausgegebenen Kauflimit zum Zug gekommen sind, blieben natürlich weiter am Ball und spekulieren darauf, dass das Überwinden des bisherigen Jahreshoch weiteren Schwung verleiht. Eine Unterstützung im Bereich von 15,20 Euro sowie die 90-Tage-Linie sichern nach unten ab. Alle anderen sollten für einen möglichen Neueinstieg auf Kursschwächen warten und mit einem Abstauberlimit bei 15,75 Euro agieren.