GAGFAH-Aktie: Frischer Schwung durch WOBA-Finanzierung?
Dem Immobilienkonzern GAGFAH ist ein entscheidender Schritt bei der Reinanzierung seines Portfolios gelungen. Der Kredit für das Wohnungspaket in Dresden konnte zu besseren Konditionen verlängert werden. Der Aktie sollte die Nachricht von Mittwoch guttun.
GAGFAH hat mit der Bank of America Merrill Lynch eine Finanzierung über
1,06 Milliarden Euro endgültig abgeschlossen. Das vorherige Darlehen für das WOBA-Portfolio in Dresden in Höhe von 1,04 Milliarden Euro, mit Fälligkeit 15. Mai 2013, ist durch den neuen Kredit abgelöst worden. Ursprünglich wollte GAGFAH die 38.000 WOBA-Wohnungen noch verkaufen.
Bessere Konditionen
Das neue Darlehen hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Weiterhin weist das Darlehen einen Zins von 3,90 Prozent auf, der 43 Basispunkte niedriger ist als der Zins von 4,33 Prozent des abgelösten Darlehens, heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Der Darlehensvertrag sehe eine jährliche Tilgung
in Höhe von 1,0 Prozent vor und enthält die für Wohnimmobilienkredite typischen vertraglichen Auflagen.
Für Gerald Klinck, Finanzvorstand der Gesellschaft, ist dies ein wichtiger Schritt zur Optimierung der Kapitalstruktur. Es sei zudem die erste von mehreren Finanzierungen, die das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte abschließen will. Außerdem habe man damit die Rolle der GAGFAH als langfristiger Bestandshalter im deutschen Wohnimmobilienmarkt gestärkt."

Deutschland boomt
Der Wohnungsmarkt in Deutschland boomt. Deshalb dürfte GAGFAH auch von einem Verkauf der WOBA-Wohnungen Abstand genommen haben. Zudem kursieren Spekulationen im Markt, dass GAGFAH ein Übernahmeziel sei. Als potenzieller Käufer wird die Deutsche Wohnen AG gehandelt. Vor diesem Hintergrund hat die GAGFAH-Aktie das Potenzial, wieder zweistellige Kurse zu erreichen.
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