Fuchs Petrolub: Saudis wollen nicht mehr
Fuchs Petrolub wird sich wohl einen neuen Partner in Saudia Arabien suchen müssen. Die Alhamrani Group will aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Familienunternehmen aussteigen. Die Beunruhigung der Aktionäre hält sich in Grenzen.
Die saudi-arabische Alhamrani Group will Finanzkreisen zufolge aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub aussteigen. Das Konglomerat wolle seinen Anteil von rund zwei Dritteln verkaufen und könnte dafür 400 bis 500 Millionen Dollar erhalten, so die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Bankenkreise.
Großer Player in der Region
Das 1995 gegründete Joint Venture betreibt eine Schmierstofffabrik im saudi-arabischen Yanbu. Das Werk habe eine Produktionskapazität von mehr als 95.000 Tonnen und decke rund 30 Prozent des saudi-arabischen Schmierstoffbedarfs, heißt es auf der Internetseite der Alhamrani Group. "Es interessieren sich hauptsächlich Finanzinvestoren aus der Region für den Anteil", sagte einer der Insider.
Starker Jahresstart
Fuchs ist nach eigenen Angaben unter den unabhängigen Unternehmen der weltweit größte Anbieter von Schmierstoffen. Der MDAX-Konzern hat in den ersten drei Monaten des Jahres 72,5 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern verdient und damit die Erwartungen um etwa vier Millionen Euro übertroffen. Zwar sehe der Vorstand einige Risiken, dennoch sollte Umsatz und Gewinn im Gesamtjahr gegenüber 2011 gesteigert werden.

Coole Füchse
Der Rückzug der Saudis dürfte auf die Aktie nur wenig Einfluss haben. Zum Handelsauftakt notiert das MDAX-Papier sogar leicht im Plus. DER AKTIONÄR sieht Fuchs Petrolub als langfristiges Basisinvestment. Es ist davon auszugehen, dass die Aktie in den nächsten Jahren ihren Aufwärtstrend fortsetzt. Anleger handeln nach dem Kostolany-Zitat: Kaufen und schlafen legen. Ein Stopp sollte jedoch vor dem Schlafengehen rund 20 Prozent unter dem Einstiegskurs gelegt werden.
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