Fresenius setzt auf USA
Fresenius profitiert nachhaltig von der sich ändernden Demographie. Heißt: die Menschen werden immer älter, in der Konsequenz steigt die Nachfrage nach medizinischer Hilfe. Jetzt holt die Tochter Kabi zum nächsten Übernahme-Coup aus. Das Geschäft ist äußerst lukrativ und krisenresistent.
Der Fresenius-Konzern will das Geschäft mit Blut-Transfusionstechnik ausbauen. Dafür kauft Tochterfirma und Wachstumsgarant Fresenius Kabi das US-Unternehmen Fenwal Holdings. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Fenwal mit seinen rund 4900 Mitarbeitern den Angaben zufolge einen Umsatz von 614 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 90 Millionen Dollar. „Mit der Akquisition von Fenwal nutzen wir eine einmalige Chance, unser Geschäft im Bereich der Medizintechnik/Transfusionstechnologie erheblich auszubauen", erklärte Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider.
Finanzierung steht
Die auf Infusionen und Generika fokussierte Tochter Kabi soll dadurch eine weltweit führende Position in der Transfusionstechnologie einnehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Finanziert wird der neueste Coup von Fresenius aus der letzten Kapitalerhöhung vom Mai 2012. Damals hatte Gesundheitskonzern rund eine Milliarde Euro eingesammelt. Ursprünglich war diese Summe dafür vorgesehen, den drei Milliarden schweren Kauf der Rhön Klinikum AG zu finanzieren.

Kursdoping
In den letzten zehn Jahren hat die Aktie von Fresenius 155 Prozent zugelegt. Der neueste Coup der Tochterfirma Kabi sollte weiteres Kursdoping liefern. Die Fresenius-Aktie bleibt für alle risikoscheuen Investoren ein Basisinvestment am Aktienmarkt.
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