Leon Müller

Permira steht unmittelbar vor dem Verkauf seines Freenet-Aktienpaketes. Der Finanzinvestor will 12,9 Millionen Aktien an den Mann bringen und dafür 119 Millionen Euro einstreichen – und damit in etwa so viel wie die Papiere derzeit an der Börse wert sind. Goldman Sachs und die UBS sollen dem Finanzinvestor dabei helfen.
Nach Cyrte Investments will sich nun ein weiterer Freenet-Großaktionär von seinen Aktien trennen. Waren es bei Cyrte noch rund drei Prozent, beträgt der Anteil Permiras immerhin 10,1 Prozent, die der Finanzinvestor über die von ihm kontrollierte niederländische Telco Holding hält. Die Papiere werden in einem beschleunigten Bookbuildingverfahren angeboten. Der Verkaufspreis, dessen Ermittlung bereits angelaufen ist, wird nach Abschluss des Verfahrens bekanntgeben. Permira selbst hat verlauten lassen, man sehe den Wert der Aktien - 12,9 Millionen Stück - bei 119 Millionen Euro.
Preis entspricht in etwa aktuellem Börsenkurs
Der von Permira ins Feld geführte Verkaufspreis entspricht umgerechnet auf den einzelnen Anteilsschein 9,22 Euro und damit in etwa dem aktuellen Börsenkurs, nachdem der Titel am Dienstag mit 9,24 Euro aus dem Handel ging. Wie am Dienstag bekannt wurde, wird Permira bei der Platzierung von Goldman Sachs und der Schweizer UBS begleitet.

Freenet-Notierung tendiert abwärts
Die Freenet-Aktie befindet sich seit Anfang Dezember in einem intakten Abwärtstrend, dessen untere Begrenzungslinie bei rund neun Euro verläuft. Aktionäre sollten diese Marke im Auge behalten. Wird sie nachhaltig unterschritten, drohen größere Kursverluste. Ein Kaufsignal hingegen würde entstehen, sobald das Papier die Marke von 9,60 Euro überschreitet.