Martin Weiß
Wenige Tage vor der Veröffentlichung der Q3-Zahlen sind sich die Experten einig: Freenet ist ein Muss, die Aktie ein klarer Fall für zweistellige Kurse. Anleger sollten die aktuellen Kursschwäche zum Einstieg nutzen.
Breakversuch gescheitert, jetzt kommt der Rückschlag: Am frühen Donnerstag tendiert die Aktie des Mobilfunkproviders Freenet rund zwei Prozent leichter bei 9,15 Euro. Insgesamt betrachtet dürfen die Anleger dennoch zufrieden sein. Seit dem August-Tief hat die Aktie um 36 Prozent zugelegt. Und das Gros der Analysten, die Freenet beobachten, rechnet damit, dass die Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen wird.
Zuversicht vor den Zahlen
Freenet veröffentlicht die Ergebnisse für das dritte Quartal 2011 am 10. November. Bloomberg zufolge beträgt die Konsensschätzung der Analysten 764 Millionen Euro beim Umsatz und 41,7 Millionen Euro beim operativen Ergebnis.
Nachdem der Konzern auf Grundlage der H1-Zahlen seine Prognosen für das Gesamtjahr erhöht hat, wird am Markt bereits über eine mögliche positive Überraschung beim Q3-Ergebnis spekuliert. Zuletzt hatte sich der Schwund bei den Vertragskunden deutlich verlangsamt, die Umsätze pro Kunde stabilisiert.

Für das dritte Quartal wird mit einer Fortsetzung der positiven Trends gerechnet. Das spiegelt sich im Analysten-Sentiment wider. In den vergangenen acht Wochen wurden insgesamt zehn Studien zu Freenet veröffentlicht: neun Mal stuften die Analysten die Aktie dabei auf "Kaufen". Die Kursziele betragen zwischen 10,50 Euro (Coba) und 13 Euro (DZ Bank).
Allein Ulrich Trabert vom Bankhaus Metzler will dem Titel kein Potenzial zugestehen und reduzierte seine Einstufung Ende Oktober auf "Verkaufen". Sein Kursziel: 8,30 Euro.
Investierte Anleger sollten das Papier halten, der Stopp wird auf 8,70 Euro nachgezogen. Wer vor den Zahlen noch auf den Zug aufspringen will, sollte die aktuelle Kursschwäche ausnutzen.