Martin Weiß
Freenet gehört im laufenden Börsenjahr zu den Top-Performern im TecDAX. Die Aktie notiert gegenüber dem Jahresbeginn mit 23 Prozent im Plus und befindet sich nun an einem wichtigen Widerstand. Anleger sollten den Mobilfunker auf ihre Beobachtungsliste setzen.
Gelingt Freenet der Sprung über den Widerstand bei 9,72 Euro, besteht Raum für weitere Kursgewinne. Die nächste Hürde aus charttechnischer Sicht kommt erst bei 11,10 Euro in Sicht. Der Wert markiert das Hoch aus dem Frühjahr 2010.
Massive Erholung
Kurze Rückblende: DER AKTIONÄR hat Freenet Anfang November zum Kauf empfohlen. Hintergrund war die solide Charttechnik und positive Analystenkommentare. Die Betrugsvorwürfe gegen Drillisch (Großaktionär bei Freenet) stürzten den Mobilfunker jedoch vorübergehend in den Abgrund - Freenet brach am 7. November um 13 Prozent im Kurs ein und rutschte damit unter den auf 8,70 Euro nachgezogenen Stopp. Pech.
Zügige Erholung
So schnell der Spuk begonnen hatte, so schnell war er vorüber. Binnen vier Tagen hatte das TecDAX-Papier den Verlust aufgeholt und setzte seine ursprüngliche Aufwärtsbewegung fort.
Seit dem Korrekturtief im August bei 6,60 Euro hat Freenet rund 40 Prozent im Wert zugelegt. Zum Vergleich: Der TecDAX kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von weniger als neun Prozent.
Zurück zum Chart: Im November hat Freenet drei Mal am horizontalen Widerstand bei 9,60 Euro angeklopft, zuletzt am 29.11. Am Mittwoch wurde die Hürde übersprungen und der Titel stieg bis auf 9,80 Euro und damit auf ein neues Jahreshoch.

DER AKTIONÄR rechnet kurzfristig mit einer Entscheidung, ob es sich bei dem Break lediglich um eine Bullenfalle handelt oder nicht. Gegen eine Bullenfalle spricht die starke Verfassung des Titels in den letzten Monaten.
Anleger sollten das Papier auf die Beobachtungsliste nehmen und zugreifen, sobald sich die Fortsetzung des Aufwärtstrends abzeichnet. Ein Stopp bei 8,70 Euro sichert bestehende Positionen ab.