Fraport: Rückschlag in Brasilien – wie geht es weiter?

Markus Bußler

Die Entscheidung ist gefallen – und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht leer aus. Zumindest in Brasilien. Den Zuschlag für die drei Flughäfen, die privatisiert werden sollen, geht an andere Konsortien. Zweifelsohne sind das keine guten Nachrichten für das Unternehmen. Dennoch: Kein Grund zur Panik.

„Wir haben ein wettbewerbsfähiges Angebot abgegeben, aber leider nicht den Zuschlag erhalten", sagte ein Fraport-Sprecher. Das im MDax notierte Unternehmen hatte sich für seine Gebote mit dem brasilianischen Infrastruktur- und Logistikkonzern EcoRodovias zusammengeschlossen. Zwar lagen die Gebote deutlich über den geforderten Mindestangeboten, die Zuschläge erhielten dennoch andere Konzerne.

Anleger sollten jetzt allerdings nicht ihre Aktien auf den Markt werfen. Der Flughafenbetreiber dürfte auch im kommenden Jahr organisch wachsen. Zwar galten die Flughäfen in Brasilien nicht zuletzt aufgrund der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2014 als besonders lukrativ. Dennoch stehen in der nahen Zukunft Privatisierung an - unter anderem in Puerto Rico -, bei denen die Frankfurter sich gute Chancen ausrechnen dürfen. Die Aktie bleibt weiter aussichtsreich. Anleger sollten jedoch ihre Gewinn mit einem Stopp absichern.

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