Steffen Eidam
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat im zweiten Quartal erwartungsgemäß einen Verlust eingefahren. Allerdings waren die Einbußen durch den Vulkan in Island nicht so hoch wie von Analysten befürchtet. Unterdessen hat die Commerzbank ihr positives Urteil über Air Berlin bestätigt.
Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin ist im zweiten Quartal in die Verlustzone geflogen. Schuld waren in erster Linie die Flugausfälle infolge des Vulkanausbruchs in Island. Weil das Minus unter dem Strich nicht ganz so dick war wie von Analysten prognostiziert, kann die Aktie entgegen einem schwachen Marktumfeld leicht zulegen.
Quartal im Zeichen des Vulkans
Die Flugverbote wegen der Vulkanasche haben bei Air Berlin im zweiten Quartal für einen Verlust gesorgt. Unter dem Strich hat die Fluggesellschaft ein Minus von 56,9 Millionen Euro eingeflogen. Im Vorjahr schlug noch ein Gewinn von 7,1 Millionen Euro zu Buche. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit 28,2 (nach einem Gewinn von 17,6) Millionen Euro ebenfalls negativ aus. Dank der Übernahme der europäischen Städteflüge von Tuifly kletterte der Umsatz in den Monaten April bis Juni um 4,9 Prozent auf 877 Millionen Euro.
Commerzbank bestätigt Urteil
Die Commerzbank hat die Einstufung für die Aktie von Air Berlin nach vorläufigen Eckdaten zum zweiten Quartal bestätigt. Die Experten beurteilen die Airline weiter mit "Add" mit einem Kursziel von 4,20 Euro. In der Begründung hieß es, dass die Zahlen den Markterwartungen entsprächen. Trotz der schwierigen ersten Jahreshälfte dürfte die Fluggesellschaft ihr Jahresziel eines verbesserten Betriebsgewinns bestätigen.
Oneworld beflügelt
DER AKTIONÄR bekräftigt ebenfalls seine positive Einschätzung zur Aktie. Der Beitritt zum internationalen Luftfahrtbündnis Oneworld dürfte Air Berlin mittelfristig beflügeln. Das nächste Kursziel liegt bei 4,00 Euro. Die nächste charttechnische Hürde stellt sich bei 3,40 Euro in den Weg.