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Wieder mehr Pleiten

Andreas Deutsch

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist wieder gestiegen - trotz Aufschwung. Im Mai gingen 2.692 Unternehmen pleite, gab das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekannt. Das bedeutet einen Anstieg von 1,1 Prozent im Vergleich zu Mai 2009. Unter den insolventen Firmen sind einige prominente Namen.

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger im Mai auf 3,5 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren die Forderungen fast doppelt so hoch. Damals waren viele große Betriebe mit hoher Schuldenlast konkurs gegangen, zum Beispiel der einst größte Versandhändler Quelle, der Porzellanhersteller Rosenthal und die Unterwäschefirma Schiesser. In diesem Jahr gingen unter anderem der Kabelnetzbetreiber Primacom, der Wohnmobilproduzent Westfalia und die Werbeagentur Springer & Jacoby pleite.

Insolvenzrisiken schwächen sich ab

Von Januar bis Mai gingen 13.716 Firmen pleite. Das sind 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damals wurde der Höhepunkt der Rezession erreicht.

Insgesamt registrierten die Gerichte laut dem Statistischen Bundesamt 70.125 Insolvenzen, das waren 7,6 Prozent mehr als von Januar bis Mai 2009.

Der Wirtschafts- und Informationsdienst Creditreform erwartet, dass sich die Insolvenzrisiken für mittelständische Unternehmen in den kommenden Monaten weiter abschwächen werden.

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