Facebook: Absturz mit Ansage
Die Facebook-Aktie hat auch am Freitag weiter an Boden verloren. Nach dem Auslaufen der Haltefrist für Altaktionäre gibt es scheinbar kaum noch Anleger, die sich trauen, dem Verkaufsdruck entgegenzuwirken.
Wie befürchtet ist die Facebook-Aktie am Freitag weiter unter Druck geraten. Der Grund ist logisch: Nach dem Auslaufen einer Haltefrist für Altaktionäre sind jetzt zusätzlich 271 Millionen Aktien auf dem Markt. Es droht ein noch stärkerer Kursrutsch.
Immer neue Aktien auf dem Markt
Seit Donnerstag sind rund 700 Millionen Facebook-Aktien frei handelbar. Doch damit nicht genug: In den kommenden neun Monaten könnten nämlich weitere Aktien den Markt überschwemmen. Insgesamt läuft die Lock-up-Frist für 1,91 Milliarden Aktien aus. Das haben auch die Leerverkäufer längst erkannt. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge haben Spekulanten zuletzt 97 Millionen Facebook-Aktien leer verkauft. Im Vormonat waren es 63 Millionen.
Neues Verkaufsignal
Mit dem Fall unter die Marke von 20 Dollar hat Facebook nicht nur ein neues Tief markiert, sondern auch ein weiteres Verkaufssignal generiert. Dies dürfte andere Leerverkäufer anlocken beziehungsweise Aktionäre bewegen, das Papier abzustoßen.
Die Hoffnung besteht darin, dass die Leerverkäufer sich irgendwann auch einmal eindecken müssen. Eventuell kommt es sogar zu einem Short-Squeeze und einer starken Gegenbewegung. Vorerst sind die Chancen darauf allerdings sehr gering, da auch der Newsflow nichts Positives hergibt.

Weiter abwarten
Ein Einstieg bei Facebook drängt sich derzeit nicht auf. Der Ablauf der Sperrfrist hat offenbar den einen oder anderen Altaktionär dazu bewogen, Kasse zu machen. Der Verkaufsdruck könnte noch andauern, zumal die Aktionäre der ersten Stunden noch immer dicke Gewinne in den Büchern stehen haben und angesichts des Kursverfalls ungeduldig werden könnten.
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