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Kommt der China-Crash?

Andreas Deutsch

Der Schweizer Kult-Investor Marc Faber ("Dr. Doom") erwartet, dass sich die Konjunktur in China deutlich verlangsamen wird. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Faber, Überkapazitäten sowie ein geringeres Kreditwachstum würden sogar die Gefahr eines Crashs bergen.

"Mit Sicherheit wird sich die Konjunktur in China in diesem Jahr deutlich verlangsamen", so Faber in dem Interview. "Es besteht das Potenzial für einen Crash wegen der Überkapazitäten, die sich aufgebaut haben und wir wissen nicht, wie die Wirtschaft reagieren wird, wenn die Kreditvergabe nicht mehr so schnell zunimmt." Eine Konjunkturschwäche in China könne kurzfristig auch Industrierohstoffe erheblich verbilligen, so der bekannte Schweizer Vermögensverwalter, der seit vielen Jahren in Hongkong lebt.

Chancen in der Krise

Unter den Rohstoffen bevorzugt Faber derzeit Nahrungsmittel wie Weizen, Mais und Sojabohnen. "Es kann dauern bis sie nennenswert zulegen, aber wenn man Zeit hat, sollte man auf Weizen, Mais, Sojabohnen setzen oder einen Bauernhof besitzen - auch das ist eine Methode, um an künftigen Preiserhöhungen von Nahrungsmitteln zu partizipieren", so Faber weiter.

Faber hält es für möglich, dass der Euro gegenüber dem Dollar wieder zulegen wird. Der Euro sei derzeit wegen der Sorge um Griechenland überverkauft. Die EU und EZB würden laut Faber bereits an einem Rettungspaket arbeiten. "Jetzt kann sich der Euro auf etwa 1,40 Dollar erholen, aber mehr sollte man nicht erwarten", so Faber.

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